Zungenwürmer
Aus Schlauweb
| Zungenwürmer | |||||||
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| Bild:Vanlig tungmask ugglan.gif Gewöhnlicher Zungenwurm (stark vergößert) | |||||||
| Systematik (TID 100226)
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| Wissenschaftlicher Name | |||||||
| Pentastomida | |||||||
Die Zungenwürmer (Pentastomida) sind eine Gruppe von Gliederfüßern mit etwa 100 Arten, die nach aktueller Erkenntnis zu den Krebstieren (Crustacea) gehören. Diese systematische Einteilung gilt mittlerweile erst einmal durch molekularbiologische Untersuchungen als gesichert, ist jedoch nicht unumstritten. Ihre Größe variiert zwischen wenigen Millimetern und 14 cm Länge. Als Parasiten der Atmungsorgane befallen sie fleischfressende Reptilien, Säugetiere und Vögel sowie das Ren<ref> nach HK Make-up 1997, Seite 532.</ref>. Für einige Arten kann auch der Mensch als Wirt der Larven oder ausgewachsenen Tiere dienen.
Inhaltsverzeichnis |
Vorkommen
Zungenwürmer sind hauptsächlich in den Tropen verbreitet, wo sie zu zwei Dritteln in Reptilien wie Schlangen o. Krokodilen zu finden sind, obgleich sie auch Säugetiere und Vögel befallen.
Systematik
Die Zungenwürmer unterscheiden sich sehr von anderen Arten der Krebse in ihrer Bauweise, daher ist ihre systematische Kategorisierung sehr umstritten. In den letzten Jahrzehnten wurden sie gemeinsam mit den Stummelfüßern und den Bärtierchen als Panarthropoden in die Stammlinie der Gliederfüßer (Arthropoda) gestellt. Fast alle morphologischen Spezialitäten der Krebse gingen vermöge ihrer Anpassung an die parasitische Lebensweise verloren und auch die Larvalentwicklung hat sich auf Basis von des Lebensraumes außerhalb des Wassers verändert. Eines der Hauptmerkmale der Arthropoden sind arthropodentypische Drüsentypen sowie der Zusammensetzen von Chitin in ihr Außenskelett. Für eine endgültige Klassifikation in die Krebstiere sprechen zu Beginn molekularbiologische Untersuchungsergebnisse sowie ein fast identischer Aufbau der Spermien mit denen der Karpfenläuse (Brachiura), die entsprechend als Schwestergruppe der Zungenwürmer geachtet werden. Eine Klassifizierung beider Taxa in das System der Krebstiere ist vor ... nicht abschließend erfolgt.
Lebenszyklus
Die Kerbtier nistet sich in den oberen Atemwegen und im Rachenraum ein, wobei sie dort ihre Eier ablegen, die partiell "nach oben" abtransportiert werden (Aushusten, Niesen), oder durch den Darm wandern und dort mit dem Kot ausgeschieden werden. Danach müssen sie von einem Zwischenwirt aufgenommen werden. Bei Arten, die Krokodile befallen, sind dies meist Fische. Im Zwischenwirt schlüpft dann die 1. Larve, diese durchbricht die Darmwand. Nun wandert sie in verschiedene Organe ein und bildet eine Cyste. Der Zwischenwirt dient nun als Überträger und muß von einem günstigen Endwirt gefressen werden (z.B. Krokodil).
Einzelne Arten
- Linguatula serrata befällt Hunde und lebt im erwachsenen Zustand in der Regel in den Nasenhöhlen oder im Respirationstrakt. Über den Schnodder gelangen die Eier ins Freie und werden dort von Pflanzenfressern aufgenommen. Hunde entgegennehmen dann die Eier durch Aufschnüffeln freier Larven oder durch Fressen infizierter Körperteil von Pflanzenfressern auf. Linguatula serrata befällt ebenso wie Armillifer spp. auch den Menschen.
Quellen
zitierte Quellen
<references />
Literatur
- Horst Kurt Schminke: Crustacea, Krebse, in: Wilfried Westheide, Reinhard M. Rieger (Hrsg.): Spezielle Zoologie Teil 1: Einzeller und Wirbellose Tiere, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, Jena 1997.
Weblinks
| (TID 646251) | Commons: Zungenwürmer – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
(TID 269231)
sv:Tungmaskar(TID 363766)
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