United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization
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Die Organisation des Nations unies pour l'éducation, la science et la culture (dt. Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur ), kurz UNESCO, ist eine der 16 juristisch eigenständigen UNO-Sonderorganisationen und hat ihren Sitz in Paris.
Zu den Aufgabengebieten der UNESCO gehört die Förderung von Bildung, Wissenschaft, Kommunikation, Information und Kultur. Sie besitzt eine eigene Verfassung, die am 16. November 1945 von 37 Staaten in London verabschiedet wurde und am 4. November 1946 nach der Ratifizierung durch 20 USA in Kraft trat. Persönlichkeit Generaldirektor war Julian Huxley.
Aus der Erfahrung des Zweiten Weltkrieges zogen die Gründungsstaaten die folgende Lehre:
- Ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede kann die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.
Weiter aus der Präambel der Verfassung der UNESCO:
- Da Kriege im Geist der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden.
Am 11. Juli 1951 wurde die Bundesrepublik Deutschland Typ der UNESCO, im Nov. 1972 auch die damalige Deutsche Demokratische Republik.
1982 wurde bei der UNESCO-Weltkulturkonferenz Mondiacult in Mexiko ein so genannter „erweiterter Kulturbegriff“ festgeschrieben. Die 126 Teilnehmer-Staaten nahmen damit eine konzeptionelle Entwicklung zur Kenntnis. Dabei ging es prinzipiell darum den elitären, bildungsbürgerlichen Kulturbegriff abzulösen. Dieser Tage zählt die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur 191 Mitgliedstaaten (Stand: April 2005).
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Aufgaben
Im Bereich der Bildung setzt sich die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur überwiegend für eine Grundbildung für alle ein. Aber auch die Gesundheitserziehung zur Drogen- und Aids-Prävention und der Wiederherstellung des Bildungswesens in Katastrophen- und Krisengebieten gehören zum Wirkungsfeld. Im wissenschaftlichen Bereich fördert die Sonderorganisation vorrangig die zwischenstaatliche Zusammenarbeit bei Ozeanographie, Hydrologie, Geologie und Umweltwissenschaft, mit dem Hauptziel des Erhalts der biologischen Arten und der Trinkwasserressourcen. Aber nicht nur die Wissenschaften selbst, an Stelle auch ihre Gefahren und Folgen für die Zukunft sind wichtige Themen. Im Bereich „Kommunikation und Information“ setzt sich die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur mit den Problemen der Informationsgesellschaft auseinander. Dazu engagiert sie sich für die Pressefreiheit und den Informationszugang, indem sie u. a. in Entwicklungsländern Medienkompetenz vermittelt, Journalisten ausbildet und Radiostationen vielmehr Nachrichtenagenturen aufbaut. Zum Aufgabenbereich der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur gehört ferner das UNESCO-Schulprojekt.
Eine der Aufgaben der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur ist die Verwaltung des Welterbes der Menschheit, welche durch die Unterorganisation World Heritage Committee durchgeführt wird.
Zwei der vielen weiteren, jetzt (Juni 2005) aktuellen, Prioritäten der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur sind die Erarbeitung eines Übereinkommens zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt sowie die Steuerung und die Abstimmung der Weltdekade der Vereinten Nationen Bildung für nachhaltige Entwicklung (2005–2014).
Entstehung
Seit 1942 führte der britische Erziehungsminister Lord Befehlsempfänger in London Gespräche mit Amtskollegen aus acht europäischen Exilregierungen. Ziel war der Rekonstruktion von Bildung und Kultur nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa. Die Sowjetunion weigerte sich ausdrücklich, an den Beratungen teilzunehmen. Geplant waren zunächst bilaterale Verträge zwischen den beteiligten Staaten. Nachdem jedoch die Gründung der Vereinten Nationen beschlossen war, begann im Frühjahr 1944 der Kreis um Butler, eine ähnliche Struktur für Bildung und Kultur unter dem Dach der späteren Uno und mit Sitz in London zu entwickeln. Ein erster Entwurf für die Unesco-Verfassung datiert auf den April 1944. Ab diesem Zeitpunkt beteiligten sich auch die USA an den Beratungen. Die europäischen Charakter hofften auf US-Finanzhilfen für die Zeit nach dem Krieg. Auf amerikanischer Seite wollte man die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur für die Gestaltung eines demokratischen Abendland nach den eigenen Plänen nutzen.
Ab Apr. 1945 kam es zu Konflikten zwischen der neuen französischen Regierung unter Charles de Gaulle und den übrigen Teilnehmern der Beratungsrunde. Die französische Seite wollte ihr, auf der Französischen Revolution basierendes Kulturverständnis zum Leitbild der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur machen. Als ab Nebelmonat November 1945 nach einem Regierungswechsel auf britischer Seite relativ unerfahrene Delegierte an den Beratungen teilnahmen, setzten die Franzosen Paris als zukünftigen Sitz der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur durch. Inhaltlich kam ab diesem Zeitpunkt der Lehre und der internationalen wissenschaftlichen Zusammenarbeit ein größeres Gewicht zu.
Generaldirektoren der UNESCO
- Julian Huxley, Großbritannien (1946–1948)
- Jaime Torres Bodet, Mexiko (1948–1952)
- John Wilkinson Taylor, USA (amtierend 1952–1953)
- Luther Evans, USA (1953–1958)
- Vittotino Veronese, Italien (1958–1961)
- René Maheu, Frankreich (1961–1974; amtierend 1962)
- Amadou-Mahtar M'Bow, Senegal (1974–1987)
- Federico Mayor Zaragoza, Spanien (1987–1999)
- Koïchiro Matsuura, Japan (1999–heute)
Siehe auch
- Portal Vereinte Nationen
- Liste der Mitgliedstaaten der UNESCO
- Weltdokumentenerbe
- Listen des Weltkultur- und Weltnaturerbes der Menschheit: Afrika / Amerika / Asien und Ozeanien / Europa
- International Programme for the Development of Communication (IPDC)
- Internationales Jahr der Kleinstkredite
- Biosphärenreservate
- Welttag der Poesie
Weblinks
| (TID 646251) | Wikinews: UNESCO – aktuelle Nachrichten |
(TID 342006)
- Deutsche Unesco-Kommission
- Österreichische UNESCO-Kommission
- Schweizerische UNESCO-Kommission
- Internationale Homepage der UNESCO
- Das Welterbekomitee
- Zeitschrift UNESCO-Kurieraf:UNESCO
ar:منظمة الأمم المتحدة للتربية والتعليم والثقافة be:ЮНЭСКА bg:ЮНЕСКО br:UNESCO bs:UNESCO ca:UNESCO cs:UNESCO cy:UNESCO da:UNESCO en:UNESCO eo:Unesko es:Organización de las Naciones Unidas para la Educación, la Ciencia y la Cultura et:UNESCO eu:UNESCO fa:یونسکو fi:Yhdistyneiden kansakuntien kasvatus-, tiede- ja kulttuurijärjestö fr:Organisation des Nations unies pour l'éducation, la science et la culture fy:UNESCO gl:UNESCO he:אונסק"ו hr:UNESCO hu:UNESCO id:UNESCO it:UNESCO ja:国際連合教育科学文化機関 ko:유네스코 lb:UNESCO lt:UNESCO nl:United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization nn:UNESCO no:UNESCO pl:UNESCO pt:Organização das Nações Unidas para a Educação, a Ciência e a Cultura ro:UNESCO ru:Организация Объединённых Наций по вопросам образования, науки и культуры scn:UNESCO simple:United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization sk:UNESCO sl:Organizacija Združenih narodov za izobraževanje, znanost in kulturo sr:УНЕСКО sv:UNESCO ta:ஐக்கிய நாடுகள் கல்வி, அறிவியல், பண்பாட்டு நிறுவனம் th:องค์การศึกษา วิทยาศาสตร์ และวัฒนธรรมแห่งสหประชาชาติ tr:UNESCO uk:ЮНЕСКО vi:Tổ chức Giáo dục, Khoa học và VÄn hóa Liên Hiệp Quốc zh:联合国教育科学文化组织
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