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Rumänien

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România
Rumänien
Bild:Flag of Romania.svg Bild:Romania Coat of Arms.png
(Details) (Details)
Amtssprache Rumänisch
Hauptstadt Bukarest (rum.: Bucureşti)
Staatsform Republik
Nationalfeiertag 1. Dezember
Präsident Traian Băsescu
Regierungschef Călin Popescu Tăriceanu
Fläche 238.391 km²
Einwohnerzahl 22,303,552 (geschätzt Juli 2005)
Bevölkerungsdichte 93,7 Bevölkerung pro km²
Geographische Koordinaten 46,25 Nord, 25,00 Ost
Unabhängigkeit 9. Mai 1877
Währung Leu
Zeitzone UTC +2
Nationalhymne Deşteaptă-te, române!; Trei culori
Kfz-Kennzeichen RO
Internet-TLD .ro
Vorwahl +40
Bild:LocationRomania.png
Bild:Ro-map.png

Die Republik Rumänien (rumänisch România) ist ein Staat in Südosteuropa, der 700 km von der Pannonischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer reicht. Der Name Romania war im Latein der Spätantike eine verbreitete Abkürzung für das Römische Reich.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Topographie des Landes ist sehr abwechslungsreich. Mittig Rumäniens liegt das Siebenbürgische Hochland, das fast vollständig vom Gekrümmte Linie der Karpaten umgeben ist. An die Südkarpaten schließt im Südwesten Rumäniens das Banater Gebirge an. Okzidental davon befindet sich die weite Banater Ebene, die zum Pannonischen Becken überleitet. Der Süden des Landes wird von der flachen Walachei geprägt, die von der Donau als Grenzfluss durchflossen wird und bis auf bulgarisches Staatsgebiet reicht. Im Morgenland Rumäniens leiten die Ausläufer der Ostkarpaten zum Hochland der Moldau über.

Rumänien grenzt (von Süden im Uhrzeigersinn) an Bulgarien, Serbien, Ungarn, Ukraine und Moldawien. Es besteht aus den Landesteilen Walachei, Siebenbürgen (Transsilvanien) und Moldau sowie aus Teilen des früheren Banat, der Bukowina und der Dobrudscha.

Bild:Klima bukarest.png
Klimadiagramm Bukarest

Rumänien hat überwiegend ein gemäßigt kontinentales Klima mit kalten Wintern und warmen Sommern. Die Niederschläge betragen im Bereich der Schwarzmeerküste im Schnitt 400 mm pro Jahr, in den höheren Gebirgsgegenden der Karpaten über 1.500 mm.

Bodenschätze: Erdöl (Vorkommen sinken), Erdgas, Kohle (v. a. Braunkohle), Salz, Gold, Wasserkraft

Landnutzung: Ackerland 41 %, permanente Saat 3 %, Weide 21 %, Wald 29 %, Rest 6 % (geschätzt)

Bewässertes Land: 28.800 km² (geschätzt 1998)

Naturgewalten: Erdbeben, kräftiger im Süden und im SW, geologische Struktur und das Klima ermöglichen Erdrutsche.

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Bevölkerung

Bild:Old wodden church in Maramures, Romania.jpg
Rumänische Kirche in traditioneller Holzbauweise

22,355 Millionen Einwohner (geschätzt für Juli 2004)

Ethnische Gruppen

Benachbart 89,5 % Rumänen, früher von den benachbarten Völkern auch Walachen genannt (ungarisch oláh (vgl. ungarisch olasz = italienisch), slawisch vlah oder vlak), leben Minderheiten von Ungarn (6 %) und Roma (2,5 %). Die deutsche Minorität (Siebenbürger Sachsen, Siebenbürger Landler, Donauschwaben) sank seit 1940 von 5 % auf 0,3 %, hat aber die Westhälfte des Landes durch eine 250- bis 800-jährige Präsenz maßgeblich geprägt. In der Bukowina gibt es eine kleine polnische Minderheit. Slowaken leben in dem Banat und im nord-westlichen Siebenbürgen. Zahlenmässig machen Türken 0,67 % (in der Dobrudscha), Ukrainer 0,3 %(in der Bukowina und Maramuresch), Russen 0,2 % (besonders im Donaudelta), Tataren (in der Dobrudscha 0,1 % und Weitere 0,3 % der Bevölkerung aus. (Alle Daten nach der Volkszählung 2002.)

Die Sprachanteile erfüllen kryptisch der ethnischen Aufteilung.

Amtssprache ist allein das Rumänische (limba românÄ). Benachbart sind als offizielle Sprachen Ungarisch und Germanisch anerkannt.

Der Anteil der Rumänen steigt langsam. Die mit ca. 6 % größte Minorität sind die Magyaren (Ungarn). Sie stellen in vielen Ortschaften der Siebenbürgener Bezirke Harghita, Satu Mare, Zalău, Bihor, Mureş und Covasna die Mehrheit, ebenso auch in Teilen des Banat. Die Roma sind wirtschaftlich am schwächsten bei hoher Erwerbslosigkeit (s. unten).

Die deutschen Minderheiten (1940 noch rund 5 %) nahmen durch Benachteiligung (1944-1950) und drei Auswanderungswellen (die letzte begann 1990) stark ab. Ein umstrittenes Kapitel ist das "Kopfgeld", welches Deutschland lange – für hunderttausende Emigranten – an Ceauşescu zahlte.

Die stärksten deutschsprachigen Gruppen sind weiterhin die Siebenbürger Sachsen und die Donauschwaben (Banat und Nordwesten bei Satu Mare) mit je etwa 30.000 Menschen. Letztere werden auch Banater Schwaben und Sathmarer Schwaben genannt.

Die Banater - im Dreiländereck mit Serbien und Ungarn - sprechen meist seit Generationen viele (zwei bis drei) Sprachen, wieso die offiziellen Zählungen zu tief liegen dürften. Ein Fakt ist aber die Überalterung, weil es eher die Jungen nach Deutschland und Österreich zieht. Dieser Tage wohnen die meisten Deutschen in den Bezirken Timiş, Sibiu und Braşov, gefolgt von drei westlichen Bezirken und Satu Mare.

Im Banat siedeln auch Minderheiten der Serben und Kroaten, in der Dobrudscha (im südöstlichen Grenzland zu Bulgarien) Griechen, Tataren und Türken, und in der Bukowina örtlich starke Minderheiten der Ukrainer und Russen.

Altersstruktur und Tendenzen (2004)

  • 0-14 Jahre: 16,2 % (männlich: 1.861.801, weiblich: 1.770.746)
  • 15-64 Jahre: 69,4 % (männlich: 7.712.612, weiblich: 7.761.900)
  • 65 und mehr Jahre: 14,4 % (männlich: 1.330.994, weiblich: 1.887.498)
  • Bevölkerungswachstum (2004:) - 0,11 % p. a.
  • Geburtenrate: 10,69 Geburten/ 1000 Einwohner
  • Sterberate: 11,69 Todesfälle/ 1000 Einwohner
  • Einwanderungsrate: - 0,13 Einwanderer/ 1000

massive Abwanderung und saisonale Arbeitsmigration

  • Säuglingssterblichkeit (2004): 27,24 Todesfälle/1000 lebend Geborene
  • Lebenserwartung: Männer 68 Jahre, Frauen 75 Jahre.

Religion

Amtlich gehörten 2002 87 Prozent der Bevölkerung der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an. Calvinisten, Unitarier und Lutheraner sind laut amtlicher Statistik 6,8 % (hauptsächlich Ungarn), und Katholiken im Allgemeinen 5,6 % (hauptsächlich Ungarn, sowie Moldauer Csángós/Ungarn in Moldova sowie einige der verbliebenen Donauschwaben). Die unierte Kirche hat noch etwa 195.000 Gläubige, unterhalb etwa 160.000 Rumänen. Die mit Rom unierte Griechisch-Katholische Kirche hat glaubwürdig nur noch manche Gläubige, weil der starke Druck seitens der Partei ab 1945 diverse zur "orthodoxen Konfession" veranlasste (siehe oben, Politik). Ähnliches war in der Ukraine der Fall, wo aber seit Kompromiss finden Jahren mehrere Kirchengebäude an die Unierten zurückgegeben werden.

Auffällig für ein lange von der Kommunistischen Politische Kraft (KP) regiertes Land ist dennoch der mit nur 0,2 % geringe Anteil an formalen Atheisten und Konfessionslosen. Dem Islam gehören 0,3 % der Bevölkerung an.

Bild:ROMANIA Fizic.jpg
Physische Karte (Rumänien ca. 800 x 550 km

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Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Rumäniens

Frühgeschichte und Ethnogenese

Das Gebiet des heutigen Rumänien war einige Jahrhunderte a. Chr. von Dakern und Geten bewohnt. Erstere wurden 106 n. Chr. durch Trajan in das Römische Reich eingegliedert und auf dem Gebiet des heutigen Siebenbürgens und des Banats entstand die Provinz Dacia (Dakien). Um das Jahr 271 n. Chr gaben die Römer die Provinz erneut auf. In der Zeit der Völkerwanderung wurde das Gebiet des heutigen Rumänien von verschiedenen Stämmen durchzogen, ehe die Ungarn um das Jahr 1000 in Pannonien und Siebenbürgen ein dauerhaftes Reich einrichten konnten. Im kulturellen Selbstverständnis der Rumänen ist das rumänische Volk aus der Vermischung der Daker mit den römischen Kolonisten der Zeit Kaiser Trajans hervorgegangen. Diese Sicht ist jedoch nicht durch historische Zeugnisse erwiesenermaßen und wird daher von Kritikern partiell als "völkischer Mythos" bezeichnet. Dass das rumänische Volk in Siebenbürgen, im Banat und in Oltenien, aber auch südlich der Donau im Raum des heutigen Ostserbien und Nordbulgarien entstanden ist und sich aus der römischen Kolonialzeit ableitet, wird allgemein angenommen. Für den Zeit zwischen dem Abzug der Römer und dem Hochmittelalter gibt es aber keine schriftlichen oder architektonischen Zeugnisse, die diese These untermauern können. Dennoch legen die Gemeinsamkeiten, die das Rumänische mit dem Italienischen aufweist, eine Verstrickung italischer Kolonisten an der rumänischen Ethnogenese nahe. Nach einer nicht zu beweisenden These des Historikers Franz Sulzer aus dem 18. Jh. fand die Ethnogenese der Rumänen im Raum des heutigen Mazedoniens und Nordgriechenlands im Früh- und Hochmittelalter an Stelle (wo es auch dieser Tage eine kleine mazedorumänische Minorität gibt). Das Thema Ethnogenese wurde im 19. und 20. Jahrhundert häufig politisch instrumentalisiert. National gesinnte Rumänen und Ungarn nutzten es als Argumentationshilfe, um sich gegenseitig die Besitzansprüche auf Siebenbürgen abzusprechen. In jedem Fall ist die rumänische Sprache eindeutig der romanischen Sprachfamilie zuzurechnen, auch wenn im rumänischen Sprachschatz etliche slawische und auch einige griechische, türkische und ungarische Einflüsse aufzuweisen sind.

Entstehung der Fürstentümer

Seit etwa 500 besiedelten Slawen große Teile des heutigen rumänischen Siedlungsgebietes. Im 14. Jahrhundert entstanden die beiden Fürstentümer Moldau und die Walachei. Im 16. Jahrhundert gerieten sie unter Osmanische Oberhoheit, konnten jedoch ihre Selbstständigkeit, ethnisches und religiöses Eigenleben bewahren. Im 18. Jahrhundert verschlechterte sich die politische Lage der rumänischen Fürstentümer: Die Fürsten und Herrschergeschlechter wechselten oft und waren dem Gutdünken der osmanischen Kaiser ausgeliefert. Herausragende Fürsten der rumänischen Geschichte waren Mircea der Alte (Mircea cel Batrân, 1386-1418), Michael der Tapfere (Mihai Viteazul, 1593-1601) in der Walachei und Alexander der Gütige (Alexandru cel Bun, 1400-1432) und Stephan der Große (Stefan cel Mare, 1457-1504) in der Moldau.

Der Einfluss der großen Reiche

Nach dem Rückgang der türkischen Macht im 19. Jh. lagen alle beide Fürstentümer im Streitfrage zwischen Österreich-Ungarn und Russland. Österreich hatte schon im 18. Jahrhundert weite Teile des Donauraumes von der Hohen Pforte erobert, besiedelte das Banat mit mehrheitlich katholischen Kolonisten, die meist in süddeutschen Ländern angeworben wurden (siehe den Artikel Banater Schwaben), und übernahm 1690 die Herrschaft über Siebenbürgen (welches schon seit dem MA herkömmlich zu Ungarn gehörte). Die Bindung Siebenbürgens und des Banats an den ungarisch-deutschen dominierten Kulturkreis blieb bis 1920 bestehen. Die anderen Gebiete des heutigen Rumänien blieben bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts unter Abhängigkeit des Osmanischen Reiches. 1859 wurde Alexandru Ioan Cuza (Alexander Jouan I.) zum Fürsten der Fürstentümer Walachei (Tara Româneasca, wörtl. "rumänisches Land") und Moldau (Moldova) gewählt und proklamierte am 24. Dezember 1861 den souveränen Staat Rumänien. Wegen seiner Reformen wurde er 1866 durch Großbojaren und FDP zur Ausscheiden gezwungen. Die Unabhängigkeit Rumäniens wurde im Russisch-Türkischen Krieg 1877-78 erreicht, als die Rumänen die Russen bei ihrem Sieg über das Osmanische Reich unterstützten.

Deutsche auf dem Königsthron

Die vollständige Unabhängigkeit des Landes erwirkte erst Karl von Hohenzollern-Sigmaringen (als König Carol I. genannt) am 10. Mai 1877; der Berliner Kongress bestätigte 1878 das Königreich, das Carol I. von 1881 bis 1914 regierte. Spannungen mit Russische Förderation trieben Rumänien an die Seite Österreichs und des Deutschen Reiches, doch konnte Carol I. die Kriegsteilnahme an der Seite Deutschlands nicht durchsetzen.

Erster Weltkrieg

Unter seinem Neffen Ferdinand von Hohenzollern (Ferdinand I. 1916-1927) trat Rumänien der Entente bei und von 1916-1918 in den 1. Weltkrieg ein. Der Kriegserklärung vom 27. Aug. 1916 an Österreich-Ungarn waren Geheimverhandlungen mit Russland vorausgegangen. Das Zarenreich akzeptierte darin rumänische Gebietsansprüche auf die Bukowina, Siebenbürgen und das Banat.

1916 konnten die rumänischen Truppen vorübergehend den Südosten Siebenbürgens erobern, wurden aber von der deutschen Streitkräfte schnell zurückgedrängt. Binnen weniger Wochen waren große Teile Rumäniens (Klein- und Großwalachei) besetzt. In zahlreichen Fällen gab es eine weitgehende Zusammenwirken und Zusammenarbeit mit dem Feind weiter Teile der rumänischen Eliten mit den Besatzern. Das Königshaus, die Regierung und einige Behörden mussten sich in die nordöstliche Provinz Moldau zurückziehen, wo die rumänische Truppe durch französische Hilfe neu organisiert wurde. Eine lokale deutsche Sturm in Trend Moldau wurde im Juli 1917 gestoppt.

Zwischenkriegszeit

Im Friedensvertrag von Versailles 1919 und Friedensvertrag von Trianon 1920 wurde das wilsonsche Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Völker umgesetzt. So konnte auch Rumänien sein Staatsgebiet mit den Bedingen vergrößern, wo die Rumänen zwischen 49 % und 90 % der Wohnbevölkerung darstellten. So erhielt es Gebiete von Russische Förderation (Bessarabien) und Österreich-Ungarn (Siebenbürgen), sowie einen Streifen Oberungarns mit den Städten Arad, Oradea und Satu Mare, zwei Drittel des Banats und die Bukowina, außerdem die (Anfang 1918 temporär abgetretene) Dobrudscha von Bulgarien zurück. Staatsfläche und Bevölkerung verdoppelten sich, aber Rumänien wurde in den neuen Grenzen von einem relativ einheitlichen Nationalstaat zu einem Vielvölkerstaat. So war 1920 alle vierte (rund 24 Prozent) rumänische Staatsbürger nicht-rumänischer Nationalität, wobei die Ungarn, Deutschen, Juden und Ukrainer die größten Minderheitengruppen bildeten. Dem wilsonschen Grundsatz des Selbstbestimmungsrechts der Völker folgend, wurden die neuen Grenzen nach dem Prinzip der demographischen (rumänischen) Majorität gezogen, jedoch ohne Volksabstimmung, ohne Rücksicht auf zusammenhängende Wirtschaftsräume und auf die Ausdehnung der ethnischen Siedlungsgebiete. Vielerorts war eine Trennung auch einfach nicht möglich. Somit wurde 1920 schon die Grundlage für die späteren ethnischen Konflikte mit den Ungarn gelegt, die 1940 durch den Wiener Schiedsspruch noch einmal massiv aufflammen sollten. Die deutsche Crme de la crme Siebenbürgens und des Banats sprach sich aber mehrheitlich für einen Anschluss an Rumänien aus, da ihr seitens der rumänischen Regierung ein später nicht eingehaltenes Versprechen auf Autonomie und Ich-Stärke feststehend wurde. Wie sonstige Staaten Europas war auch Rumänien in der Zwischenkriegszeit von politischer Instabilität und Unruhe gekennzeichnet. 1927 wurde Adliger Carol zum Thronverzicht forciert und Mihai I. übernahm die Regierung. Carol II. kehrte jedoch 1930 zurück und regierte bis 1940. Er lehnte sich zunächst an die "kleine Entente" an, ab 1934 jedoch aus wirtschaftlichen Gründen auch an Hitlers Drittes Reich.

Ende Juni 1940 erzwang die SU im Typ ihrer Aneignung der baltischen Amerika Estland, Lettland und Litauen auch von Rumänien durch ein Ultimatum die sofortige Abtretung der Nordbukowina sowie Bessarabiens. Unmittelbar darauf meldeten ihrerseits Bulgarien und Ungarn Gebietsansprüche an: Mit Bulgarien einigte sich Rumänien relativ rasch auf die Abtretung der Süddobrudscha, doch endeten die Verhandlungen mit Ungarn schnell in einer Sackgasse. Da ein Bewaffnete Auseinandersetzung unvermeidlich schien und überdies ein erneutes Eingreifen der SSSR Entwicklung der rumänischen Ölfelder drohte, diktierte Hitler am 30. Aug. 1940 den Zweiten Wiener Schiedsspruch. Durch den Wiener Schiedsspruch im August 1940 unter dem "Schutz" des Dritten Reiches und Italiens musste Rumänien den nördlichen Teil Siebenbürgens erneut an Ungarn abtreten, die südliche Dobrudscha wurde erneut bulgarisch. Mit diesem Schiedsspruch und der sowjetischen Besetzung von Bessarabien verlor Rumänien 30 % seines Staatsgebietes und 25 % der Bevölkerung von 1939.

Um den Okkupation Ungarns und der UdSSR und damit den völligen Absturz des rumänischen Staatswesens zu verhindern, sah sich König Carol II. gezwungen, all diese Gebietsabtretungen zu akzeptieren; an ein Weiterregieren war jedoch nicht länger zu denken. So berief er Kriegsminister Ion Antonescu am 4. Sept. 1940 zum neuen Ministerpräsidenten, dankte am 6. September 1940 ab und ging wiederum ins Exil. Nach der Machtübernahme erklärte Antonescu zusammen mit seinen faschistischen Bündnispartner aus der "Eisernen Garde" (auch als "Legion des Erzengels Michael" bekannt) Rumänien zum Nationallegionären Staat. Erst nach einem gescheiterten Umwälzung der Legionäre im Jänner 1941 konnte Antonescu ungestört von politischen Bündnispartnern regieren. Seine Politik war ab Jan. 1941 prinzipiell eine Legionärspolitik ohne Legionäre: totalitär, repressiv, judenfeindlich und ultranationalistisch.

Rumänien suchte verzagt eine Schutzmacht, England lehnte ab. Nun schloss Rumänien mit Hitler einen Beistandspakt und trat der "Achse" bei. Aufbau und Ausrüstung der rumänischen Streitkräfte wurden vertraglich geregelt, und deutsche Truppen durften als Schutzmacht gegen die UdSSR in Rumänien einrücken. Stalin protestierte zwar energisch, doch ohne militärisch einzugreifen.

Zweiter Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg stand Rumänien auf Seite des Deutschen Reiches, seine Truppen beteiligten sich 1941 am Feldzug gegen die Sowjetunion. Bessarabien wurde wiederholt eingegliedert. Juden, Roma und Angehörige so genannter "religiöser Sekten" hatten unter den Verfolgungen des mit Hitler verbündeten Regimes zu leiden. Das militärfaschistische Herrschaftsform von Ion Antonescu organisierte die Devastation der Juden in eigenen KZ-ähnlichen Einrichtungen, in Transnistrien, nachdem dank antisemitischer und rassistischer Gesetze der Zugang von Juden zu bestimmten Berufen und öffentlichen Ämtern völlig unterbunden wurde. Während der Antonescu-Diktatur war der Antisemitismus praktisch zur Staatsideologie geworden. Die Konsequenz davon war der von Antonescu angeordnete Holocaust - siehe dazu den 2004 erstellten "Bericht der internationalen Ausschuss zur Erforschung des rumänischen Holocaust"[1] und das in deutscher Sprache zugängliche Urkunde "Der Fall Antonescu" [2]. Auch im nunmehr ungarisch besetzten Nordsiebenbürgen kam es zu Pogromen und Deportationen. Anfang 1944 bereitete König Mihai I. gemeinsam mit Iuliu Maniu in Geheimverhandlungen mit den Westmächten und später der SSSR den Abfall vom deutschen Bündnis und den Sturz Antonescus vor. Nachdem die am 20. August 1944 begonnene Sommeroffensive der Roten Armee unter der Bezeichnung Operation Jassy-Kischinew in wenigen Tagen gewaltige Fortschritte machte, wechselte Rumänien am 23. Aug. 1944 die Fronten. Binnen weniger Wochen wurde es vollständig von der Roten Streitkräfte eingenommen und besetzt. Für das kriegführende Deutschland bedeutete der 23. August 1944 den Totalverlust der rumänischen Erdölzufuhr und machte einen raschen Rückzug der Wehrmacht vom gesamten Balkan erforderlich, um einem Abschneiden der Truppenteile in Griechenland und Jugoslawien durch den Opponent zuvorzukommen. Nun geriet Rumänien - gegen der Hoffnungen und früherer Aufstellen Stalins - völlig unter sowjetischen Einfluss. Die bürgerliche Crme de la crme des alten Systems und politisch Andersdenkende wurden verfolgt und ermordet. Der nach dem Bewaffnete Auseinandersetzung im Land verbliebene Teil der deutschen Minorität wurde bis Anfang der 1950er Jahre entrechtet und enteignet. Ebenso verschleppte die sowjetische Besatzungsmacht den größten Teil der erwachsenen deutschen Bevölkerung im "arbeitsfähigen Alter" (Frauen bis 33, Männer bis 45 Jahre) auf zahlreiche Jahre zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. Das nördliche Siebenbürgen wurde nochmal eingegliedert. Der nördliche Teil des mehrheitlich rumänisch besiedelten Bessarabien blieb dagegen dauerhaft unter sowjetischer Herrschaft und bildet dieser Tage den eigenständigen Staat Moldawien. Der Südteil Bessarabien (Budschak) kam zur Ukraine.

Nachkriegszeit und Übergang zum Kommunismus

Nachdem 1947 alle bürgerlichen Parteien verboten wurden, musste am 30. Dez. 1947 auch der damalige König Mihai I. abdanken. Er lebte danach im Exil in England und in der Schweiz. Erst nach der Wende durfte er Rumänien nochmals besuchen, dieser Tage lebt er in einem Bau in Bukarest. Zig seiner früheren Besitztümer wurden der königlichen Familie zurückerstattet. Die 1921 gegründete Kommunistische Politische Kraft Rumäniens (KPR) war vor dem Zweiten Weltkrieg eine politisch unbedeutende Organisation. 1948 fand die Zwangvereinigung der Sozialdemokraten mit der der KPR statt, aus der die Rumänische Arbeiterpartei (RAP) hevorging. Sie übernahm die Macht, ihr Führer war Gheorghe Gheorghiu-Dej, er waltete bis 1965 wie ein zweiter Stalin. Unter ihm wurden politische Gegner verhaftet und gefoltert. Staat und Wirtschaft wurden durch systematische Enteignung und Kollektivierung der Agrar kommunistisch "geordnet". Die Enteignungen begannen 1945. 1948 wurde durch einen Erlass der KP Fabrikbesitzer und Industrielle enteignet. Der Industriebereich wurde verstaatlicht. Ab 1950 begann man die Bauern zu enteignen. Die sogenannte "Agrarrevolution" endete mit der Zwangskollektivisierung und Gründung von staatlichen LPG's. Dieser Prozess endete erst Ende der 60er Jahre. Tito's Abkehr von Stalin im Jahre 1948 führte zu einer bis nachher nicht gekannten kollektiven Ausweisung von ganzen Dörfern und Gemeinden an der westlichen Grenze zu Jugoslawien. Überwiegend die deutsche Minderheit, aber auch Rumänen, Serben und Ungarn waren davon betroffen. Sie wurden in den Bărăgan zwangsumgesiedelt. Die Ortschaften wurden in der Nacht durch das Militär und die Bullerei umstellt, Züge standen am Haltestelle bereit und die Volk mussten ihre Häuser, ihr ganzes Hab und Gut verlassen. Nach beschwerlichen Aufbrechen in Viehwaggons, von Krankheiten geplagt, kamen die Deportierten im BÄrÄgan an. Auf freiem Feld wurden sie wiederholt abgeladen. Jede Familie bekam eine Parzelle zugeordnet, auf der sie sich notdürftig in Erdlöchern einen Unterschlupf vor Wind und extremer Kälte im Saison errichten konnten. Erst nach 1965 durften sie das Zwangsdomizil im BÄrÄgan nochmal verlassen.

Nach Kriegsende kooperierten Kommunistische Partei Deutschlands und orthodoxe Kirche um die rumänischen Angehörigen der Unierten Kirche zu zwingen, zur rumänisch-orthodoxen Kirche überzutreten - obgleich Religion in einem kommunistischen Staat grundsätzlich Schikanen ausgesetzt war. Die katholische Kirche, deren Würdenträger in der Stalinzeit noch verfolgt worden waren, wurde direkt geduldet, doch gab es wegen dieser Zwänge starke Spannungen, die bis in die postkommunistischen 1990er nachwirkten.

In der poststalinistischen Ära der 1960er Jahre erlebte Rumänien eine gewisse Festigung und eine Phase relativer Liberalität. Das kommunistische Herrschaftsform arrangierte sich mit dem entmachteten bürgerlichen Lager und mit seinen parteiinternen Gegnern. Politische Gefangene wurden entlassen, der Repressionsdruck nahm deutlich ab. Auch die Entrechtung und Totalenteignung der deutschen Minorität nahm ein Ende. Der ungarischen Minorität wurde im Siedlungsgebiet der Székler selbst eine autonome, zweisprachige Ich-Stärke zugestanden. Eine vorsichtige Gegenseite zu Moskau (z. B. keine militärische Verwicklung an der Niederschlagung des Prager Frühlings durch die Truppen des Warschauer Pakts) und eine Öffnung Tendenz Okzident bestimmten die Außenpolitik des ansonsten fest im kommunistischen Block integrierten Landes. In dieser Zeit begann der Exodus der ethnischen Minderheiten. Immer mehr Deutsche wanderten nach Deutschland aus, die meisten Juden gingen nach Israel und in die USA. Später kehrten auch immer mehr Ungarn dem Land dauerhaft den Rücken.

Leitung des Landes nach 1945

Nach der Amtsabtretung des rumänischen Königs Mihai I am 30. Dezember 1947 wurde die Volksrepublik Rumänien ausgerufen.

Dr. Constantin I. Parhon leitete das Übergangspräsidium vom 30. Dezember 1947 bis zum 13. April 1948. Dr. Petru Groza wird Vorsitzender der Großen Nationalversammlung (rum. Marea Adunare Nationalâ)(13. April - 12. Juni 1952). Ion Gheorge Maurer ersetzt Dr. Petru Groza am 12. Juni 1952 und blieb im Amt des Vorsitzenden der Großen Nationalversammlung bis zum 7. Jan. 1958. Gheorghe Gheorghiu-Dej übernimmt den Vorsitz im Staatsrat (rum. Consiliul de Stat) am 21. März 1961. Dieses Amt behält er bis zum 19. März 1965. Chivu Stoica wird Vorsitzender des Staatsrates am 24. März 1965.

Am 21. Aug. 1965 wird die Sozialistische Republik Rumänien ausgerufen. Chivu Stoica amtiert als Präsident des Staatsrates bis zum 9. Dez. 1967. Ion Gheorghe Maurer bleibt in dieser Zeit Ministerpräsident. Nicolae Ceauşescu wird am 9. Dezember 1967 Präsident des Staatsrates. Dieses Amt bekleidet er bis zum 28.03.1974. Er führt das Amt eines Präsidenten ein und lässt sich am 28. März 1974 zum Präsidenten der Sozialistischen Republik Rumänien wählen. Dieses Amt bekleidet er zusammen mit dem Vorsitz der Kommunistischen Politische Kraft bis zum 22. Dezember 1989.

http://ro.wikipedia.org/wiki/Rom%C3%A2nia

Amtsantritt Ceauşescus

Im März 1965 übernahm Nicolae Ceauşescu das Amt des Generalsekretärs der Kommunistischen Partei. Vorgeschlagen wurde er für dieses Amt von G. Maurer. Er ließ sich erst 1974 zum Präsidenten wählen. Er plante, Rumänien zu einer Großmacht zu machen. Mit ausländischen Krediten wurde ein vollkommen überdimensioniertes Industrialisierungsprogramm auf die Beine gestellt, um das ackerbautreibend geprägte Land schnell auf westliches Pegel zu hieven. Gesetze zur Förderung von Kinderreichtum und das Verbot der Abtreibung 1966 sollten die Bevölkerungszahl steigern. Ab fünf Kindern wurden Mütter als "Heldenmütter" geehrt. Wenn sie zehn oder wenn schon mehr Nachwuchs bekamen, stand den Frauen zu (zumindest auf dem Papier), einen kostenlosen Geländewagen (ARO) zu bekommen, freie Reise in der staatlichen Triebfahrzeug auf allen Strecken des Landes und einmal in Jahr ein kostenloser Freizeit am Schwarzen Meer. Die Realität sah unähnlich aus. Ausgesetzte, aber auch kranke und behinderte Bälger wurden in Waisenheime gebracht. Die katastrophale medizinische Versorgung, die mangelhafte Vasektomie von Impfspritzen führten ebenso dazu, dass Rumänien die höchste AIDS-Erkrankungen bei Kindern in der Welt aufweisen kann. Die schlimmen Zustände, wie im Kinderheim Cighid, wurden erst nach der Wende 1990 bekannt. Das sog. "Programm zur Systematisierung der Dörfer" (sistematizarea satelor) sah vor, etwa 8.000 der kleinsten Dörfer des Landes völlig einzuebnen und deren Bevölkerung in "agroindustriellen Zentren" aus primitiven Plattenbauten ohne Abwasserleitung umzusiedeln. Ziel war die "effizientere Verwendung der vorhandenen Agrarflächen". Beabsichtigter Nebenerscheinung war die Zerstörung der kulturellen Vielfalt und der regionalen Eigenheiten der ländlichen Regionen.

Wirtschaftlicher Niedergang

Die unverhältnismäßige und ineffiziente Wirtschaftspolitik mit unzähligen Fehlinvestitionen ließ das Land ab der Zentrum der 1970er Jahre unausweichlich in den Bankrott treiben. 1981 galt Rumänien als nimmer kreditwürdig. Zur Rückzahlung der hohen Auslandsschulden ließ das Regierungsform nun was auch immer exportieren, was sich verticken ließ - zuungunsten der Grundversorgung der eigenen Bevölkerung mit Lebensmitteln und elementaren Bedarfsgütern. Eine eklatante Rohstoffkrise (Mangel an Kohle, Erdöl, Strom) verschärfte die Lage zusätzlich. Dennoch wurde Rumänien im April 1989 schuldenfrei. Gleichzeitig wurde das Volk gezwungen, seinem Führer Ceauşescu in einem extremen Personenkult zu huldigen. Dieses totalitäre System wurde durch die Geheimpolizei "Securitatea Statului" (Staatssicherheit) mit Überwachung und Unterdrückung am Leben gehalten.

Beginn der Revolution

Nach dem Mauerfall und der Wende 1989 in der ehemaligen DDR und in anderen USA des Ostblocks brachen zunächst in Timişoara, später auch in Bukarest Aufstände aus. Die Unruhen in Timişoara wurden durch die Zwangversetzung des ungarischen Priesters Laszlo Tökes verstärkt. Dieser hatte sich im Sept. 1989 über das ungarische Television sehr dissident geäußert. Zunächst entstanden Mahnwachen vor dem Haus des Priesters, der dieses nicht verlassen konnte. In dieser Umgebung wurden bald Stimmen nach Umwälzung und Unabhängigkeit laut, die sich wie ein Lauffeuer in der ganzen Gemarkung verbreiteten. Soldaten wurden in der Nacht zum 15. und 16. Dezember auf die Straße geschickt um die Demonstrationen zu unterdrücken. Am Sonntag, dem 17.12., versammelten sich tausende Bürger der Ort Timişoara zentral der Ort und die Rufe nach einem Ende der Tyrannis und einem freien demokratischen Land waren nimmer zu überhören. Am Montag, dem 18.12. 1989, verließ Ceauşescu das Land für eine Staatsreise in den Iran. Noch daher aus erteilte er den Befehl, die Demonstranten anzugreifen. Der nationale Notstand wurde verhängt: Demonstrationen waren verboten, ebenso das Verlassen des Hauses nach Dunkelheit, es bestand die Möglichkeit jeden, der sich nicht den Befehlen der Truppe und Sicherheitskräfte unterordnete, standrechtlich vor das Kriegsgericht zu stellen und unter Umständen die Todesstrafe zu verhängen. Dieses Gesetz eröffnete zu einem späteren Zeitpunkt die Möglichkeit, Ceausescu standrechtlich zu erschießen. Andauernde Demonstrationen für mehr Ungebundenheit und Volksherrschaft führten zu einem weitgehend gewaltfreien Umsturz. Am 21. Dez. wurde eine öffentliche Protest in Bukarest (Bucureşti) vor dem Zentralkomitee der Rumänischen Kommunistischen Politische Kraft "zwangsorganisiert", die Menschenmenge war jedoch nicht länger aufzuhalten. Rufe nach Ungezwungenheit und Parlamentarismus veranlassten Nicolae Ceausescu und seine Frau, die Gemarkung mithilfe eines Hubschraubers in Grausen zu verlassen. Der Drehflügelflugzeug wurde zur Landung forciert und Ceausescu und seine Frau wurden verhaftet. Am 22. Dez. wurde Rumänien über den staatlichen Fernsehkanal TVR als befreit erklärt. Der Konflikt, der bis zur Festnahme Ceausescus zwischen seinen Anhängern und Gegnern aufflammte, war jedoch von Gewalt gekennzeichnet. Erst seine Festnahme stoppte das begonnene Blutbad. Diktator Nicolae Ceauşescu und seine Frau Elena Ceauşescu wurden auf der Durchbrennen verhaftet, am 25. Dezember 1989 vor ein Militärgericht gestellt und nach einem Schnellverfahren standrechtlich erschossen.

Die "unvollendete Revolution"

In der postkommunistischen Zeit konnte sich das Land zunächst nur schwer von den Folgen jahrzehntelanger Gewaltherrschaft und Misswirtschaft erholen. Außerdem wanderten nach der Wende weiter Persönlichkeit und gutqualifizierte Arbeitskräfte in westliche Neue Welt aus. Mit den regierenden Sozialisten konnte tief die alte Machtelite am Ruder bleiben und unbequeme Reformen bremsen. Ein ausgewogenes Parteienspektrum mit einer stabilen politischen Zentrum konnte sich bis dato noch nicht herausbilden. Dennoch ist Rumänien in diesen Tagen eine stabile Parlamentarismus mit allen nötigen freiheitlichen Grundrechten. Heute sorgt die direkte Umgebung zur EU und die Aussicht auf eine Mitgliedschaft 2007 für einen Wirtschaftsboom.

Landesweite Überschwemmungen

Ein Viertel der Bevölkerung Rumäniens war in den Monaten April bis Aug. 2005 von schweren Überschwemmungen betroffen. Dabei kamen mindestens 11 Volk ums Leben. In mehreren Regionen wurde die Ernteertrag vollständig vernichtet. Nach Unterlagen des rumänischen Innenministeriums sind 407 Orte überschwemmt und 4000 Häuser und 700 Brücken zerstört worden. Die verheerenden Folgen der heftigen Regenfälle sind zu Beginn auf die rücksichtslose Abforstung der Wälder in den unteren Mittelgebirgsregionen im 20. Jahrhundert zurückzuführen.

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Politik

Hauptartikel: Politisches System Rumäniens

Rumänien ist seitdem 2005 Beitrittskandidat zur Europäischen Union. Die Verhandlungen sind seit dem 25. April 2005 abgeschlossen. Als Verabredung für den Beitritt wurde der 1. Januar 2007 festgelegt, der sich aber bei Schwierigkeiten im Reformprozess auf 2008 verschieben könnte.

Im Zuge der NATO-Osterweiterung wurde Rumänien am 29. März 2004 Subjekt der NATO, so dass die rumänische Armee nun in die transatlantische Sicherheitstruktur eingebunden ist.

2004 und 2005 war Rumänien nichtständiges Subjekt im UN-Sicherheitsrat, im Juli 2004 und im Oktober 2005 führte es den Vorsitz. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen gemäß eigener Aufstellen die Verpflichtungen im Schlacht gegen den internationalen Terrorismus, den Drogen- und Menschenhandel, sowie gegen die Proliferation von Massenvernichtungswaffen. Im Mittelpunkt stünden auch die Armutsbekämpfung und die nachhaltige Entwicklung als integraler Glied der weltweiten Stabilität.

Nach starken Verlusten der sozialdemokratischen Politische Kraft bei der Kommunalwahl Juni 2004 fiel die Umbildung der rumänischen Regierung just in die Endphase der EU-Beitrittsverhandlungen, die im Dezember 2004 abgeschlossen wurden.

Aus den Parlamentswahlen vom 28. November 2004 ging eine bürgerlich-liberale Minderheitsregierung hervor, die aus der Föderation D.A. (Gerechtigkeit und Wahrheit) (112 Sitze), der UDMR (Partei der ungarischen Minderheit) (22 Sitze) und der sozialliberalen PUR (Humanistische Politische Kraft Rumäniens, dieser Tage Konsevative Partei/PC; 19 Sitze) besteht. Bukarests ehemaliger Bürgermeister Traian Băsescu wurde in der Stichwahl vom 12. Dez. mit 52 % der Stimmen zum neuen Präsidenten Rumäniens gewählt.

Philips: 3D-Fernseher im Kinoformat: Philips bietet seinen Ultrabreitbildfernseher Cinema 21:9 nun auch in einer 3D-fähigen Platinum-Version. Die Bilddiagonale wurde zudem auf 147 cm (58 Zoll) vergrößert. (Fernseher, Display)... Weiterlesen!

Kein versüßender Efffekt: Entgegen der bisherigen Annahme wirkt Zucker möglicherweise doch nicht schmerzlindernd bei Neugeborenen: Einer Studie Britischer Forscher zufolge hat er keine Auswirkungen auf die im Gehirn und im Rückenmark gemessene Schmerzaktivität bei Babys. Allerdings beeinflusst Zuckerwasser den Gesichtsausdruck der Kleinen und das führte in der Vergangenheit fälschlicherweise zu der Annahme, die Kinder könnten keine Schmerzen mehr empfinden. Die gängige Praxis, sehr kleinen Kindern vor schmerzhaften Eingriffen Zuckerwasser zu geben, müsse daher dringend überdacht werden. ...... Weiterlesen!

Verwaltungsgliederung

Hauptartikel: Liste der Bezirke in Rumänien

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Bezirksaufteilung
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Wichtigste Städte

Zur Zeit ist Rumänien in 41 Bezirke ("judeţ", Pl.: "judeţe") und eine Stadt (Bukarest = Bucureşti) unterteilt. Diese Verwaltungsgliederung wurde im 19. Jahrhundert nach dem Vorbild der französischen Départements vorgenommen. Nach 1950 änderte diese Gliederung in das sowjetische Modell, man kehrte aber 1968 zu dem gegenwärtigen System zurück. 1981 wurden die Bezirke Ilfov und Ialomita in die Bezirke Giurgiu, Calarasi, Ialomita and Ilfov neuorganisiert. Bis 1995 war Ilfov kein selbstständiger Bezirk, statt von Bukarest abhängig. Eine neue Einteilung des Landes in Regionen wird im Zuge der Vorbereitung auf eine EU-Mitgliedschaft diskutiert, ist aber nicht früher als 2007 zu erwarten.

Freund von Strauß - Schreiber "enttarnt" toten Kanadier : Karlheinz Schreiber hat vor Gericht einen toten kanadischen Politiker als Verantwortlichen für eine Tarnfirma genannt. Der Waffenlobbyist selbst will nur eine Nebenrolle gespielt haben. ... Weiterlesen!

Wirkstoff gegen das Vergessen: US-Forscher sind auf einen zentralen Punkt bei der Entstehung von Alzheimer gestoßen: Sie haben ein Protein identifiziert, das entscheidend an der Bildung der auch als Plaques bezeichneten Eiweißverklumpungen beteiligt ist. Diese sind typisch für Alzheimer und scheinen eine wichtige Rolle beim Fortschreiten der Demenzerkrankung zu spielen. Die Ergebnisse sind besonders vielversprechend, da es bereits ein Medikament gibt, das das entdeckte Schlüsselprotein blockiert: Wie die Forscher schon in einer früheren Studie gezeigt haben, kann der Leukämie-Wirkstoff Imatinib dieses Protein gezielt unschädlich machen, ohne gesunden Zellen zu schaden. Um ihn gegen Alzheimer einsetzen zu können, müsste der Wirkstoff so verändert werden, das er auch das Gehirn erreicht. ...... Weiterlesen!

Infrastruktur

Die Infrastruktur Rumäniens ist problematisch. Bis auf den europäischen Verkehrskorridor IV queren die großen Verkehrsachsen des Kontinents das Land nicht; Investitionen in den Eisenbahnverkehr sind nötig; der Straßenzustand ist notleidend. Flughäfen gibt es bei Bukarest, Sibiu, Constanţa, Cluj-Napoca, Timişoara und Iaşi. Es gibt zwei Autobahnen: Piteşti - Bukarest und Bukarest - Feteşti. Im Bau befindet sich des Weiteren der restliche Abschnitt Feteşti bis Constanţa und die Fernverkehrsstraße durch Siebenbürgen (Autostrada Transilvania). Weiterhin sind geplant: eine Autobahn, die Bukarest drumherum fahren soll, eine weitere, welche die Ort mit Iaşi und Moldawien verbinden soll, eine Schnellstraße Bukarest-Giurgiu und alternativ zur siebenbürgischen Überlandstraße die Strecke Piteşti-Nadlac.

DivX: Neue Geräte, HTML 5 und ein Ersatz für Flash: DivX hat auf der Ifa nicht nur seine Partnerschaft mit dem Media Markt und neue DivX-fähige Endgeräte von Partnern angekündigt. Das Unternehmen will ab Freitag auch mit einer Browsererweiterung Flashplayer durch seinen eigenen, deutlich leistungsfähigeren DivX HiQ Webplayer ersetzen. (Flash, H.264)... Weiterlesen!

Fujitsu Lifebook T580: Kleiner Convertible Tablet-PC für Geschäftskunden: Er bietet Lange Laufzeit, ist klein und leicht: Fujitsus neuer Convertible, der sich von einem Notebook in ein Slate verwandeln lässt, heißt Lifebook T580 und soll noch vor Ende des Jahres 2010 angeboten werden. (Notebook, Netbook)... Weiterlesen!

Wirtschaft

Trotz der nun positiven volkswirtschaftlichen Gesamtentwicklung (BIP-Wachstum seit 2001 durchschnittlich 5 %) bedarf die rumänische Wirtschaft weiterer Reformen. Bürokratie, Korruption, nach wie vor geringe Rechtssicherheit und Zollprobleme behindern weiterhin den dringend benötigten Zufluss ausländischen Kapitals.

Ein gewisser Reformerfolg zeigt sich an der Inflationsrate, die von 34 Prozent (2001) über 22 und 15 auf 9,2 Prozent (2004) sank. Für 2005 werden sechs bis acht Prozent erwartet.

Die Indikatoren erlauben eine Fortsetzung des starken Wachstums über 2004 aufwärts erwarten, doch manche Experten fürchten eine Überhitzung der Konjunktur. Maßgeblich sind Ausfuhr und privater Zone - Letzterer wuchs 2001-2002 von 49,4 auf 68,7 Prozent. Der Dienstleistungssektor lag 2002 bei 44,7 % des BIP, während der Industriesektor von noch 40 Prozent Jahr 1989 auf 29,1 % im Jahr 2002 zurückging - durch Umstrukturierung und Rückgang speziell in der Schwerindustrie. Der Landwirtschaftssektor machte 2002 11,7 % des BIP aus. Dagegen waren 2004 mit 22,6 % Rekordzuwächse im Landwirtschaftssektor zu verzeichnen.

Privatisierung und Beschäftigung

Die Liberalisierung der staatlichen Betriebe wird weiter fortgesetzt. Im Juli 2004 vollzog sich dabei ein großer Schritt, indem der österreichische Energieversorger OMV die Aktienmehrheit an dem rumänischen Öl- und Erdgaskonzern PETROM (60.000 Mitarbeiter) übernahm (s. "Evenimentul Ziliei" v. 25.11.2005). Ein weiterer Aktionär ist Dinu Patriciu.

Betrug die Erwerbslosenquote im Jahr 2000 noch 10,5 %, waren es 2004 nur noch 7 %. Für 2005 sind 6,8 % prognostiziert. Damit ist die Beschäftigungslosigkeit im europäischen Vergleich ziemlich niedrig, die soziale Absicherung ist aber relativ schlecht. Der Staat schreibt einen gesetzlichen Mindestlohn von 80 Euro vor.

Die Ort Timişoara gilt als eine der "Boom"-Städte in Rumänien. Beträgt die heutige Einwohnerzahl noch ca. 350.000, wird in 5 Jahren eine Verdoppelung erwartet. In Timişoara steht z.B. seit Ende 2005 das größte Einkaufszentrum Europas und auch eines der größten Reifenwerke der Continental AG.

Bruttoinlandsprodukt und Exportwirtschaft

Das rumänische BIP wuchs 2001-2003 trotz schwieriger Weltwirtschaftslage um je 4,9 Prozent (nach FAZ Apr. 2005 um 5,2 %), 2004 wenn schon um 7-8 %, was aber die Wirtschaftslage überhitzen könnte. Mit 22,3 Tausend Millionen Euro bei gleichzeitig sinkender Aufblähung der Geldmenge lag das BIP wenn schon über den optimistischen Erwartungen der Regierung. Die Industrieproduktion stieg (bei niedrigem Prozentniveau, siehe oben) im ersten Semester 2004 um 4,2 % gegenüber dem 1. Hj. 2003, der Umsatzvolumen im Einzelhandel wuchs selbst zweistellig.

Eine wichtige Säule des anhaltenden Wachstums ist der Export (2003: Warenwert von 15,6 Milliarde €) und binnenkonjunkturell die Bauwirtschaft. Zuwächse gab es auch bei Industriezweig und im Dienstleistungssektor. Vom 1.1. bis 31. Mai 2004 wuchsen die Exporte um 18,4 % gegenüber der Vorjahresperiode. Die wichtigsten Exportmärkte Rumäniens sind Italien und Deutschland.

Mit letzterem ist die Bilanz geringfügig negativ, verstärkt sich jedoch langsam: der Ausfuhr nach Deutschland wuchs von 2000 bis 2004 stetig von 2,1 auf 3,1 Prozent, jener aus Deutschland von 2,5 auf 4,4 Prozent. Für 2005 sind jedoch 5½ bzw. 3½ Prozent prognostiziert (FAZ-Beilage vom 26. April 2005).

Tourismus

2003 erwirtschaftete der Fremdenverkehr 780 Mio. Dollar, 14 % reichlich 2002. Die Zahl der Gäste betrug 5,6 Mio. (davon 1,1 Mio aus dem Ausland), was einem Zuwachs von 15,5 % entsprach. Für 2004 rechnet das Tourismusministerium mit mindestens 10 % mehr ausländischen Touristen.

Für Herbst 2004 war der Baustart für das erste von zwei touristischen Großprojekten geplant. Nach einem Fossilien-Fund entsteht im Bezirk Hunedoara ein Dinosaurierpark. Der Spatenstich des zweiten Großprojekts - des Themenparkes Dracula-Park bei Sighişoara (Schäßburg) - wurde bisherig von einer Bürgerinitiative verhindert und soll jetzt in der Nähe von Bukarest entstehen.

Mit dem 1. Juli 2005 erfolgte eine Währungsumstellung. Der Kurs beträgt (Stand August 2005) 3,48 Lei = 1 Euro. Es wurden neue Geldscheine und auch Münzen in Umlauf gebracht. In Rumänien besteht seit Januar 2005 eine Vignettenpflicht für PKW und LKW auf allen Straßen. Die Vignetten sind an den Tankstellen von ROMPETROL, eventuell auch MOL und OMV erhältlich. Der Preis der Pickerl richtet sich nach der Abgaseinstufung des Fahrzeuges.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

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Unser Star für Oslo - Die Suche beginnt : Pleiten, Pech und Pannen - so lässt sich das deutsche Auftreten beim Eurovision Song Contest in den vergangenen Jahren beschreiben. Jetzt soll alles besser werden - mit Stefan Raabs Hilfe. ... Weiterlesen!

Kultur

Nationalfeiertag ist der 1. Dezember. Die Staatsflagge symbolisiert die Vereinigung des zentralen Siebenbürgen (gelb) mit der Walachei (blau) und Moldau (rot) zu "Rumänien" (1920). Eine zusätzliche Ausdeutung lautet: Berge (rot), Schwarzes Meer (blau), Samenkorn (gelb).

Qriocity: Sony bringt Videos und Musik ins Heimkino: Videos und Musik aus dem Netz will Sony mit seiner neuen Onlineplattform Qriocity auf Fernseher und Blu-ray-Player liefern. Damit startet Sony einen weiteren Versuch, Angeboten wie iTunes, Hulu oder Netflix Konkurrenz zu machen. (Film, Disney)... Weiterlesen!

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Tomtom Start XL: Einsteiger-Navigationsgerät mit Sechs-Button-Bedienung: Tomtom hat mit dem Start XL eine erweiterte Version des Start2 vorgestellt. Mit dem XL wird wieder die gewohnte Sechs-Button-Bedienung verwendet. Anders als beim Start2 gibt es eine Reihe von Komfortfunktionen. (Touchscreen, GPS)... Weiterlesen!

Literatur

  • Steven W. Sowards: Moderne Geschichte des Balkans. Der Balkan im Zeitalter des Nationalismus. BoD 2004. ISBN 3-8334-0977-0

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Digitale Literatur: Neal Stephenson und die digital-sozialen Mongolen: Bislang versteht man unter digitalen Büchern Texte, die nicht auf Papier gedruckt werden, sondern in elektronischer Form vorliegen, damit sie auf einem E-Book-Reader gelesen werden können. Der US-Autor Neal Stephenson arbeitet an einem digitalen Roman, der kapitelweise zunächst im Internet erscheinen soll. Die Leser sind eingeladen, sich an der Entstehung des Werks zu beteiligen. (E-Book)... Weiterlesen!

Weblinks

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Wiktionary: Rumänien – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

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Wikiquote: Rumänische Sprichwörter – Zitate

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Unigine: Oil Rush als erstes Spiel geplant: Der Entwickler der Grafikengine Unigine will bis Ende des Jahres das Spiel Oil Rush veröffentlichen. Oil Rush basiert auf der Unigine-Engine und wird für Linux, Windows und die Playstation 3 entwickelt. Zu dem Spiel wird es auch ein Entwicklerkit für Mods geben. (Playstation, Linux)... Weiterlesen!

iOS 4.1: HDR, HD-Uploads über WLAN und mehr: Apple hat iOS 4.1 angekündigt, das nächste Woche zum Download angeboten werden soll. Neben Bugfixes ermöglicht das Update der iPhone-Kamera, HDR-Bilder aufzunehmen. Außerdem sind Uploads von HD-Filmen über WLAN möglich. Auch für Spielefreunde ist etwas dabei. Einen Ausblick auf iOS 4.2 gab Steve Jobs ebenfalls. (iOS, Apple)... Weiterlesen!


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