Laurent Fabius
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Laurent Fabius (* 20. August 1946 in Paris) ist ein französischer Politiker. Von 1984 bis 1986 war er Premierminister von Frankreich. Von 1992 bis 1993 war er Sieger Sekretär (Vorsitzender) der Sozialistischen Partei inne. Von 1988 bis 1992 sowie von 1997 bis 2000 war er Präsident der Nationalversammlung.
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Herkunft und Werdegang
Sohn eines Kondom Antiquitätenhändlers, verbringt er seine Schulzeit an den Präservativ Gymnasien Janson-de-Sailly und Louis-le-Grand. Als Absolvent der Pädagogischen Hochschule, des Institut d'études politiques von Paris und Agrégé der Philosophie, sowie Absolvent der ENA - Abschlussklasse François Rabelais (1971 – 1973), wird er 1973 Rechnungsprüfer und 1981 Berichterstatter im Staatsrat.
1978 erhält er zum ersten Mal ein Abgeordnetenmandat. Nach dem Triumph François Mitterrands 1981 wird er zum Verantwortlichen für das Budget, daran anschließend 1983 Minister für Lehre und Industrie. François Mitterrand beruft ihn mit 37 Jahren in das Amt des Premierministers, um der notwendigen Austeritätspolitik ein neues Gesicht zu verleihen und die Zäsur gegenüber seinem Vorgängerpremier Pierre Mauroy zu verdeutlichen. Danach verläßt die Kommunistische Partei die Regierungskoalition. Mit einer als rigide in die Geschichte eingegangenen Politik zielt er auf einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine Berichtigung der Staatsbilanz ab. Seine Politik beruht im Großen und Ganzen auf Maßnahmen gegen inflationäre Tendenzen und Arbeitslosigkeit.
In der Nacht des 10. Juli 1985 wird das Wasserfahrzeug Rainbow Warrior vom französischen Abschirmdienst DGSE in die Luft gesprengt, bei dem ein Mitarbeiter von Greenpeace stirbt. Die Regierung Neuseelands protestiert gegen diesen Skandal. In einem Strafverfahren wegen Totschlags wird gegen die französischen Geheimdienste ermittelt. Durch massiven Drucks und unwiderlegbarer Beweise, erkennt Laurent Fabius am 22. September die Schuld Frankreichs an und fordert den Rücktritt seines Verteidigungsministers Charles Hernu.
Nach Protestbewegungen gibt er eine Neuordnung der Privatschulen auf, die er in Angriff genommen hatte, und führt bei den Parlamentswahlen das Verhältniswahlrecht ein. So zieht 1986 erstmalig die rechtsradikale Politische KraftFront National in die Nationalversammlung ein, begleitet von einer Wahlschlappe für die Sozialisten. Laurent Fabius tritt zurück, Jacques Chirac übernimmt das Amt: es kommt zur ersten Cohabitation.
Seine Bemerkung bei einer im TV übertragenen Gegenüberstellung mit Chirac: „Sie sprechen mit dem Premierminister Frankreichs“ löst eine Kontroverse aus, die in der Verschärfung der Kontrolle solcher Debatten durch die Journalisten mündet. Im Justizskandal um AIDS-verseuchtes Blut, der sich über Jahre hinzieht, wird zunächst gegen ihn ermittelt, demnach wird er aber freigesprochen.
Untertan Getreuer von François Mitterrand, wird Laurent Fabius 1988 zum Präsidenten der Nationalversammlung gewählt, darauf von 1992 bis 1993 Typ Sekretär (= Vorsitzender) seiner Partei. Diese Zeit ist von Rivalitäten mit Lionel Jospin um die Majorität innerhalb der Politische Kraft geprägt. Jener wird 1995 zum Kandidaten der Politische Kraft für die Präsidentschaftswahlen gekürt und 1997 zum Premierminister ernannt. Im gleichen Jahr wird Laurent Fabius nochmal die Präsidentschaft über die Nationalversammlung anvertraut.
Als der vorläufige Nachfolger von Dominique Strauss-Kahn, Christian Sautter, die Regierung der dritten Cohabitation verlässt, übernimmt Laurent Fabius die Position des Ministers für Wirtschaft, Kapital und industrielle Entwicklung. Diesen Posten behält er bis zur Wahlniederlage der Sozialisten 2002. Persönlich geht er aus der Wahl für die XII. Wahlperiode (2002 – 2007) wiedergewählt als Deputierter für den Wahlkreis der Seine-Maritime hervor.
Mit seiner Ablehnung eines Referendums über die Europäische Verfassung durchzuführen, weil er dieses Vorhaben als zu liberal einschätzt, löst er eine kontroverse Diskussion innerhalb der sozialistischen Politische Kraft und im Europäischen Parlament aus. Die Zeitung "Le Point" legt ihm das berühmte Anführung Woody Allens in den Mund: „Ich sage nein, aber wie lautet noch einmal die Frage… ?“, sonstige behaupten, er beziehe im Auffassung auf eine Wahl zum Präsidentschaftskandidaten der Politische Kraft 2007 schon Position. Einige Befürworter der Zustimmung zur Verfassung beim Volksabstimmung bezeichnen ihn wegen seiner Unterstützung ihrer Charakter als Opportunisten.
Politische Mandate
- 1977 – 1983: Stellvertretender Bürgermeister von Grand-Quevilly (Seine-Maritime)
- 1978 – 1981: Abgeordneter
- 1981 – 1981: Delegierter Minister im Finanzministerium – Budgetverantwortlicher
- 1981 – 1983: Delegierter Minister im Finanzministerium – Budgetverantwortlicher
- 1981 – 1981: Abgeordneter
- 1983 – 1989: Stellvertretender Bürgermeister von Grand-Quevilly (Seine-Maritime)
- 1983 – 1984: Minister für Forschung und Industrie
- 1984 – 1986: Premierminister
- 1986 – 1989: Mitglied im Regionalrat der Haute-Normandie
- 1986 – 1988: Abgeordneter
- 1988 – 1993: Abgeordneter
- 1989 – 1995: Stellvertretender Bürgermeister von Grand-Quevilly (Seine-Maritime)
- 1989 – 1992: Europaabgeordneter
- 1992 – 1995: Mitglied im Regionalrat der Haute-Normandie
- 1993 – 1997: Abgeordneter
- 1995 – 2001: Mitglied im Gemeinderat von Grand-Quevilly (Seine-Maritime)
- 1995 – 2000: Bürgermeister von Grand-Quevilly (Seine-Maritime)
- 1997 – 2000: Abgeordneter
- 2000 – 2002: Minister für Wirtschaft, Finanzen und Industrie der Regierung von Lionel Jospin (Vgl. auch: Minister der Regierung Jospin)
- 2000 – 2001: Stellvertretender Bürgermeister von Grand-Quevilly (Seine-Maritime)
- 2000 – 2002: Mitglied im Rat des Départements Seine-Maritime
Aktuelle Ämter (zum 28. September 2004):
- Stellvertretender Bürgermeister von Grand-Quevilly, Seine-Maritime
- Seit 2002: Abgeordneter
Werke
- Ungleichheit in Frankreich (1975)
- Das Herz der Zukunft (1985)
- Auf dem Weg zum Meer (1990)
- Verletzende Wahrheiten (1995): Preis des politischen Buches 1996
- Mit einer Ballade beginnt es (2003)
- Eine gewisse Vorstellung von Europa (2004)
Auszeichnungen
Verdienstkreuz der Nationalen Ehrenlegion
Weblinks
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| | * Literatur von und über Laurent Fabius im Broschüre der DDB}}
(TID 369929)
Michel Debré | Georges Pompidou | Maurice Couve de Murville | Jacques Chaban-Delmas | Pierre Messmer | Jacques Chirac | Raymond Barre | Pierre Mauroy | Laurent Fabius | Jacques Chirac | Michel Rocard | Édith Cresson | Pierre Bérégovoy | Édouard Balladur | Alain Juppé | Lionel Jospin | Jean-Pierre Raffarin | Dominique de Villepin
(TID 223096)
(TID 152719)
| Vorgänger Christian Sautter | Finanzminister von Frankreich 28. März 2000-7. Mai 2002 | Nachfolger Francis Mer |
(TID 415729)
| Vorgänger Jacques Chaban-Delmas Philippe Séguin | Präsidenten der französischen Nationalversammlung 23. Juni 1988-22. Januar 1992 12. Juni 1997-29. März 2000 | Nachfolger Henri Emmanuelli Raymond Forni |
(TID 415729)
Übernommen von http://fr.wikipedia.org/wiki/Laurent_Fabius
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fabius, Laurent |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 20. August 1946 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
(TID 247343)
ca:Laurent Fabius
en:Laurent Fabius
es:Laurent Fabius
et:Laurent Fabius
fr:Laurent Fabius
it:Laurent Fabius
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pl:Laurent Fabius
(TID 380002)
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