Kimbern
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| Bild:Disambig-grau2.png | Dieser Artikel erläutert das historische germanische Volk. Für die heutigen Zimbern in Norditalien, siehe Zimbern. |
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Kimbern (auch Cimbern geschrieben) waren ein germanischer Volksstamm, der aus dem nördlichen Jütland (Kimberland, das heutige Himmerland in Dänemark) stammte. Gemeinsam mit den Teutonen und Ambronen zogen sie um das Anno 120 v. Chr. aus ihrem Siedlungsgebiet im Norden Mitteleuropas nach Süden.
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Quellen
Wesentliche Unterlagen über die Kimbern, Teutonen und Ambronen herkommen aus dem Leben des Marius, einer Biografie des Marius vom römischen Chronist Plutarch. Demnach waren 300.000 kampffähige Männer im Tross. Allerdings wird diese Zahl von vielen Historikern dieser Tage stark angezweifelt. Bei 300.000 kampffähigen Männern müsste das gesamte ziehende Volk der Kimbern über 1 Million betragen haben. Es wird aber für das gesamte Gebiet zwischen Rhein und Elbe nur eine Bevölkerung von 3-4 Mio. angenommen. Mehrere Person gehen in diesen Tagen deshalb davon aus, dass die römischen Chronikschreiber stark übertrieben haben und die Kimbern in der Gesamtheit nur eine Kopfstärke von 150.000 hatten. Viele historische Quellen zu den Kimbern Gültigkeit haben als wenig glaubwürdig.
Tacitus erwähnt die Kimbern im 37. Kapitel seiner Germania.
Nähere Darstellung
Die antiken Quellen geben eine Sturmflut als Auslöser für die Emigration der Kimbern, Teutonen und Ambronen an. Doch vermutlich kamen Klimaveränderungen hinzu. Nach einer Wärmephase zwischen 2000 und 800 vor Christi Geburt kühlte sich das Klima in Nordeuropa wiederholt ab. Als Folge davon entstanden Hungersnöte, die die Bevölkerung dazu bewegte, nach fruchtbarem Land zu suchen. Ihr Zug nach Süden führte sie nach Böhmen, Schlesien und Mähren, dann ins Donaugebiet und schließlich in die Ostalpen. Jahr 113 v. Chr. trafen Kimbern, Teutonen und Ambronen dort zum ersten Mal auf die Römer.
Der römische Konsul Papirius Carbo ließ die Alpenpässe versperren, um die Germanen am Marsch in Entwicklung Rom zu hindern. Dessen ungeachtet die Germanen versprachen, friedlich weiterzuziehen und nach Siedlungsland zu suchen, lockten die Römer sie in eine Falle: Carbo gab ihnen Führer mit, die ihnen angeblich zuträglich sein sollten, geeignetes Siedlungsland zu finden. Von Carbo hatten die Führer jedoch die Anweisung, einen längeren Schlenker zu machen, damit er sie aus dem Hinterhalt attackieren konnte. Während die Kimbern in der Nähe von Noreia rasteten, griffen zwei römische Legionen mit einer Stärke von 12.000 Mann an. Sie wurden in der darauf folgenden Kampf von den Germanen vernichtend geschlagen. Nur ein einsetzendes Wetterphänomen konnte das römische Heer vor der totalen Zerstörung retten: Aus Angst, der Gott Donar könnte den Himmel einstürzen lassen, fliehen die Germanen. Historische Quellen hierfür sind besonders Appian und Strabo.
Darauf zogen die Kimbern, Teutonen und Ambronen nach Gallien, wo sie 109 v. Chr. nahe der italienischen Grenze wiederum siegreich waren, diesmal gegen Marcus Iunius Silanus. Die Tiguriner, ein helvetischer Stamm, der sich ihnen angeschlossen hatte, schlugen 107 v. Chr. die Römer unter Lucius Cassius Longinus. 105 v. Chr. folgte ein weiterer Sieg gegen Servilius Caepio in der Nähe von Arausio (Orange).
Eine etliche Jahre dauernde Migration nach Abendland brachte die Stämme bis auf die iberische Halbinsel, im Voraus sie sich abermals Trend Italien wandten. Hier trennten sich die Teutonen und Ambronen von den Kimbern. Erstere zogen von Westen, letztere von Norden nach Italien ein. Dieser Einfall sollte das Schicksal der Stämme besiegeln. 102 v. Chr. wurden die Teutonen (unter Teutobodus oder Teutobuches) und Ambronen von Marius bei Aquae Sextiae (heute Aix-en-Provence) besiegt, 101 v. Chr. unterlagen die Kimbern (unter Boiorix) in der Poebene bei Vercellae den Truppen des Marius und denen des Quintus Lutatius Catulus.
Siehe auch
Kimbern und Teutonen, Zimbern, Cimbria, Kimbrische Halbinsel
Literatur
Peter Arens: Sturm über Europa - Die Völkerwanderung, München 2002, ISBN 3-550-07523-5 siehe auch: www.kimbern.de
Weblinks
Webseite zur vierteiligen Dokumentation Sturm über Europa da:Kimbrer en:Cimbri fi:Kimbrit fr:Cimbres hu:Kimberek lt:Kimbrai nl:Cimbren no:Kimbrere pl:Cymbrowie
ru:Кимвры(TID 15958)
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