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Honduras

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República de Honduras
Republik Honduras
Bild:Flag of Honduras.svg
Bild:Honduras coa.png
(Details) (Details)
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Tegucigalpa
Staatsform Präsidialrepublik
Präsident José Manuel Zelaya Rosales
Regierungschef José Manuel Zelaya Rosales
Fläche 112.090 km²
Einwohnerzahl 6.823.568 (Stand Juli 2004)
Bevölkerungsdichte 60 Bewohner pro km²
BIP/Einwohner 993 US-$ (2004)
Währung Lempira
Zeitzone UTC-6
Nationalhymne Tu bandera es un lampo del cielo
Kfz-Kennzeichen HN
Internet-TLD .hn
Vorwahl +504
Bild:LocationHonduras.png
Bild:Honduras map.png

Honduras ist ein Staat in Mittelamerika. Er grenzt an Guatemala, Nicaragua, El Salvador und mit seiner Nordküste an die Karibik. Die Südküste liegt am Nordpazifik.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Honduras liegt an der breitesten Stelle der mittelamerikanischen Landbrücke und grenzt im Südosten an Nicaragua, im Nordwesten an Guatemala und im Südwesten an El Salvador. Im Norden liegt die Karibik (644 km Küste). Hier genügend das von Flüssen, Sümpfen und Lagunen durchsetzte Küstentiefland 70 Kilometer ins Landesinnere hinein. Im Süden liegt der Pazifik (124 km Küste). Durch das in der Regel gebirgige Land verläuft von Ost nach West ein Bergmassiv, das von mehreren Flüssen durchzogen wird. Die höchste Erhebung des Landes ist der Cerro Las Minas mit 2849 m Höhe. Dem Golfo de Fonseca im Südwesten sind viele vulkanische Inseln vorgelagert. In den Tälern an der Karibikküste befinden sich etliche Bananenplantagen. Der Großteil der Bevölkerung lebt im Westteil des Landes und in der Cortés Gegend nördlich des Yojoa Sees.

Grenze mit Länge
Guatemala 256 km
El Salvador 342 km
Nicaragua 922 km
insgesamt* 2288 km
*: inbegriffen Küstenlinie

Klima

Honduras hat tropisches Klima, das in den höheren Lagen im Landesinnern gemäßigt ist. Im immerfeuchten karibischen Tiefland liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur bei rund 25 °C. Im wintertrockenen pazifischen Raum beträgt das Jahresmittel etwa 28 °C, in den gemäßigten höheren Lagen ca. 20 °C. Die Niederschlagsmenge nimmt zusammenfassend von Nord nach Süd ab. In den Gebirgstälern liegt das Jahresmittel bei 1.016 Millimetern, weiter der Nordküste bei 2.540 Millimetern. Die Trockenzeit dauert von Nov. bis Mai. Die Regenzeit beginnt ca. im Mai und endet im Oktober. An der karibischen Küste jedoch regnet es das ganze Jahr über. Honduras wurde im Nebelmonat November 1998 vom Hurricane Mitch sehr schwer betroffen.

Wichtigste Städte

Bild:23 Teguc Hauptpl.JPG
Dom in Tegucigalpa

Die Kapitale und größte Gemarkung mit 1,09 Millionen Einwohnern (Stand 2001) ist Tegucigalpa, sie ist im südlichen Teil des Landes im Gebirge, im Hinterland der Pazifikküste, gelegen. Die größte Ort im Norden ist San Pedro Sula (491.000 Einwohner), sie lieg im Nordwesten des Landes, in einer Entfernung von etwa 40 km zur Karibikküste und ist ein wichtiges Handelszentrum. Die drei wichtigsten internationalen Flughäfen befinden sich in diesen zwei Städten, sowie in La Ceiba (111.000 Einwohner), welches zusammen mit Puerto Cortés (36.000 Einwohner) die größten Hafenstädte an der Karibikküste sind.

Gewässer

Die meisten Flüsse des Landes fließen in den Atlantischen Ozean. Der 320 Kilometer lange Río Patuca und der 240 Kilometer lange Río Ulúa sind die beiden längsten Flüsse des Landes. Der größte See und gleichzeitig größtes Trinkwasserreservoir Honduras ist der 285 Quadratkilometer große Lago de Yojoa.

Wichtigste Flüsse:

  • Río Patuca ist der längste Fluss in Honduras und der zweitlängste in Mittelamerika
  • Río Ulúa ist der wirtschaftlich wichtigste Fluss des Landes.
  • Río Choluteca fließt durch die HauptstadtTegucigalpa.
  • Río Negro Grenzfluss zu Nicaragua.
  • Río Coco ein anderer Grenzfluss Honduras zu Nicaragua.
  • Río Goascorán Grenzfluss zu El Salvador.
  • Río Talgua
  • Río Culmí
  • Río Wuampú
  • Río Guayape
  • Río Boquerón
  • Río Tinto
  • Río Cangrejal

Umwelt

Umweltpolitik

Honduras weist einen großen Umweltreichtum auf. Zu erwähnen sind hier gerade der noch knapp unberührte größte zusammenhängende Regenwald in Mittelamerika im Nordosten des Landes (Mosquitia) sowie das nach dem australischen Barrier-Riff global bedeutendste Korallenriff-Ökosystem um die dem honduranischen Land vorgelagerten Karibikinseln (Bay Islands). In beiden Fällen besteht allerdings auch die Risiko von zunehmenden Umweltgefährdungen durch illegales Umhauen und Brandrodungen infolge des demographischen Drucks zum einen bzw. durch Überfischung, Meeresverschmutzung sowie zunehmenden Tauchertourismus andererseits.

Kumulativ setzt sich jedoch auch bei der honduranischen Regierung der Gedanke einer Förderung des internationalen Ökotourismus durch. Die Umweltsituation in den großen Städten des Landes ist Besorgnis erregend (Wassermangel, Erosionserscheinungen, fehlende Abwasserentsorgung, illegale Mülldeponien, unkontrollierte Bautätigkeit, umweltbelastende Industriebetriebe etc.)

Flora

Etwa 48,1 Prozent des Landes sind von Wald bewölkt (2000). Das rund 5.000 Quadratkilometer große Biosphärenreservat Río Plátano ist der bedeutendste Naturpark Honduras und gehört zu den letzten noch intakten Regenwaldgebieten Zentralamerikas. Der Park wurde 1982 von der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur zum Weltnaturerbe erklärt. Im Allgemeinen stillstehen etwa 10 Prozent der Landesfläche unter Naturschutz. Eichen- und Kiefernwälder bedecken die kühleren Hochländer, im Ebene herrschen Gräser vor, Mangroven und Palmen finden sich in den Küstengebieten. Jährlich werden ca. 3.000 km² Wald zerstört.

Wo das Holz abtransportiert werden kann, hat der Raubbau die Bestände an Edelhölzern wie Mahagoni, Zeder und Gelbholz schon stark verringert. Inzwischen haben US-Gesellschaften damit begonnen, die Kiefernsavannen im Nordosten gleichfalls holzwirtschaftlich zu nutzen. Sollte diese Entwicklung anhalten, werden undeutlich 20 Jahren Wüsten die üppigen Wälder ersetzt haben.

Bild:Jaguar tier 1.jpg
Jaguar

Fauna

In Honduras sind etliche Tierarten beheimatet, unter anderem Insekten, Krokodile, Schlangen, Echsen, Schildkröten, Bären, Hirsche, Affen, Wölfe und Kojoten. Weiterhin leben hier Raubkatzen wie Jaguar, Puma, Ozelot und Luchs. Verschiedene Reptilien, Vögel und Meerestiere runden die Vielfalt der honduranischen Fauna ab.

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Bevölkerung

Bevölkerungsstruktur

Die Bevölkerung aufmerksam sich auf das Hochland im Nordwesten, das Gebiet um Tegucigalpa sowie den pazifischen Süden. Differenzierend als etwa in Guatemala gehört der überwiegende Teil der honduranischen Bevölkerung zu den Mestizen, Nachfahren von europäischen Einwanderern und den Eingeborenen des Landes. Sie stellen etwa 90% der Bevölkerung. Der Rest der Bevölkerung sind Indianer (7%), Afrikaner (2%) und Europäer (1%). An der Nordküste lebt eine zusätzliche Volksgruppe, die sich durch eine vollständig eigenständige Kultur und Sprache bewahrt hat: Die Garifuna, die indianische und afrikanische Ahnen haben, leben an erster Stelle in Küstendörfern an der gesamten Karibiküste von Honduras Belize und zt. Nicaragua. Gegen der häufigen Gutachten leben die Garifuna noch nicht sehr lange auf den Cayos Cochinos und den Bay Islands oder Islas de la Bahia. Die dortigen Garifuna-Siedlungen entstanden erst in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Im Landesinneren und in Mosquitia gibt es noch kleine Gruppen indianischer Ureinwohner. Diese so genannten Ureinwohner haben sich in schwer zugängliche Bergtäler zurückgezogen, wo sie vom Bildungs- und Gesundheitswesen und vom politischen Geschehen abgeschnitten sind. Einige Stämme von "Flussindianern" durchstreifen die Wälder an der Karibikküste noch als Sammel-Elektrode und Jäger. Das Vorrücken der Holzfällerkolonnen könnte auch ihren Lebensraum zerstören.

Das hohe Bevölkerungswachstum verstärkt die Landflucht und lässt die Slum der Städte ausufern. Gut die Hälfte der Bewohner lebt darunter der Armutsgrenze, ein Fünftel sind Analphabeten. Unter- und Fehlernährung sind weit verbreitet. Die medizinische Zufuhr auf dem Land ist miserabel. Der Anteil der Analphabeten wurde zwar in den Städten auf unter 20 % gedrückt, liegt aber auf dem Land noch immer bei über 50 %. Der schlechte Ausbildungsstand ist wiederum ein Grund für den Mangel an Fachkräften, der die Entwicklung in allen Bereichen behindert.

Altersstruktur

Bild:Bevoelkerungspyramide.jpg
Bevölkerungspyramide Honduras

Die Altersstruktur der honduranischen Bevölkerung ist durch das relativ hohe Bevölkerungswachstum von aktuell jährlich 2,8 % geprägt. Kindern und Jugendliche unter 15 Jahren machen über ein Drittel (41 %) der Gesamtbevölkerung aus. Momentan bekommt jede Frau in ihrem Leben durchschnittlich 4,1 Kinder. Honduras liegt bei all diesen Indikatoren erheblich über dem lateinamerikanischen Mittelmaß (jährliches Bevölkerungswachstum: 1,6%; Bevölkerung unter 15 Jahren: 30 %; Fruchtbarkeitsrate: 2,6 Blagen pro Frau).

40,8% der Bevölkerung sind unter 15 Jahre alt (davon männlich 1.452.646 / feminin 1.393.271), 55,5% sind zwischen 15-64 Jahre alt (davon männlich 1.921.432 / fraulich 1.948.656), 3,7% sind älter als 65 Jahre (davon männlich 122.146 / fraulich 137.053). Das Durchschnittsalter liegt bei 19.15 Jahren, die Lebenserwartung liegt bei 69.3 Jahren. (Stand 2005)

Sprache

Die Mestizen sprechen die spanische Landessprache, die Indios benachbart auch ihre eigenen Lokalsprachen, die Küstenbewohner kreolisch eingefärbtes Englisch.

Religion

Die Bevölkerung gehört zu 97 % der römisch-katholischen Glaubensrichtung an, die auch nach der Trennung von Staat und Kirche die wichtigste moralische Instanz des Landes darstellt. Sie ausdrücklich die Sozialverpflichtung des Eigentums und die Verantwortung der Wohlhabenden für die Verbesserung der Lage der Armen und Benachteiligten. Weltweit renommiert ist der Anfang des Jahres 2001 in den Kardinalsstand erhobene Erzbischof von Tegucigalpa und ehemalige Vorsitzende der lateinamerikanischen Bischofskonferenz, Oscar Rodríguez Madariaga. Als Vorsitzender der vom Staatspräsidenten gebildeten Anti-Korruptionskommission setzt er sein erhebliches persönliches Ansehen für mehr Luzidität und soziale Verantwortung im politischen Leben seines Landes ein. Der Rest besteht größtenteils einer protestantischen Minderheit. Durch massive Unterstützung aus den USA haben verschiedene protestantische Kirchen erfolgreiche Missionsarbeit geleistet, besonders auf den Islas de la Bahía. Zig praktizieren ihre Gottesglauben aber nur an hohen Feiertagen und auch dann nur unter Beimengung von allerlei vorchristlichen Vorstellungen und Zeremonien. Die Mischlinge verschmolzen die Religionen ihrer Urahnen mit dem Glauben ihrer Eroberer.

Armut in Honduras

Honduras ist nach Haiti eines der ärmsten Länder Mittelamerikas. 71,6 % der Bevölkerung lebt darunter der Armutsgrenze (Quelle TAZ). Andere Schätzungen gehen von so weit wie 80 % aus.

Alljährlich wandern jede Menge Honduraner ins Ausland aus, in der Regel in die USA. Die Erwerbslosigkeit in Honduras ist hoch, jedoch auf Grund der Erwerbsstruktur sind die Statistiken kaum verlässlich. Gerade die tatsächliche Armut der Landbevölkerung ist über eine Arbeitslosenstatistik nicht erfassbar.

Heikel sind auch die aus Armut und Perspektivlosigkeit entstandenen Jugendbanden wie "Barrio 18" oder "Mara salvatrucha", die zum Teil ganze Viertel und Städte terrorisieren. Diverse Mitglieder kommen außerdem aus zerrütteten Familien. Schätzungen gehen davon aus, dass alle beide rivalisierende Jugendbanden jeweilig so weit wie 40.000 Mitglieder haben (Quelle Auswärtiges Amt, Sicherheitshinweise Honduras) Allerdings sind diese Jugendbanden nicht nur ein Problem in Honduras. In El Salvador und Guatemala gibt es ähnliche Banden, die ihre Zugehörigkeit u.a durch Tattoos zum Ausdruck bringen. Die Regierung jedenfalls geht hart gegen diese Jugendbanden vor. Seit 2003 gibt es ein Gesetz, das allein die Mitgliedschaft in einer Bande mit mindestens drei Jahren Gefängnis bestraft. Die katholische Kirche und übrige christliche Organisationen haben ein Re-sozialisierungsprogramm für ehemalige "Mareros" gegründet. (siehe: Homies Unidos )

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Orkan auf einem fernen Planeten: Einem internationalen Forscherteam ist es erstmals gelungen, eine Wetterkarte des größten auf Jupiter tobenden Sturms zu erstellen. Der als Großer Roter Fleck bezeichnete Orkan ist auch der größte unseres Sonnensystems und existiert schon seit Hunderten von Jahren. Dabei ist er jedoch sowohl in seiner räumlichen Ausdehnung als auch über die Zeit gesehen überraschend stabil, wie die Wissenschaftler um Glenn Orten vom Jet Propulsion Laboratory der NASA in Pasadena nun herausfanden. Ermöglicht wurden die neuen Erkenntnisse durch Wärmebilder, die mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) und anderen auf der Erde stationierten Großteleskopen aufgenommen wurden, berichtet das Max-Planck-Institut für Astronomie. ...... Weiterlesen!

Geschichte

Vor den Europäern und Entdeckung

Hinweise auf Siedlungen der Maya in Honduras gibt es seit mindestens 1000 v.Chr. in Copán im Okzident des Landes, doch wie so mehrere Stadtstaaten der Maya wurde auch diese unter geheimnisvollen Umständen um etwa 900 n.Chr. verlassen. Kolumbus setzte im Jahre 1502 bei Trujillo im Norden von Honduras erstmalig seinen Fuß auf das amerikanische Gegend und nannte das Land in Anspielung auf die große Tiefe des Wassers vor der Karibikküste 'Honduras' (Tiefe).

Kolonialisierung

Als die spanischen Invasor bei ihrem Vormarsch von 1524 in dieses einmal von den Maya besiedelte Gebiet eindrangen, stießen sie auf verschiedene untereinander verfeindete Indiostämme wie die Lenca, Pipil, Chorotega, Jicaques, Paya und andere, die zunächst erbitterten Widerstand leisteten. 1525 unternahm Hernando Cortés (*1485, †1547) einen Kriegszug, 1536 Pedro de Alvarado (*um 1485, †1541) einen weiteren, um den vom Häuptling Lempira geführten Aufstand niederzuschlagen. Die Spanier gründeten 1540 die Kapitale Comayagua und gliederten die Provinz dem Generalkapitanat von Guatemala ein. Die heutige Gemarkung wurde 1579 als Niederlassung in der Nähe von Gold- und Silberminen gegründet. Um diese Edelmetalle ging es den Eroberern in erster Linie. Die durch Kriege, Fron und eingeschleppte Krankheiten von über 1,2 Mio. auf im Jahre 1778 ca. 88 000 dezimierten Indios behielten zwar ihr Dorfwiese zur Selbstversorgung, mussten aber Arbeitskräfte für Bergwerke und Ländereien der Kolonisten stellen.

Unabhängigkeit

Bild:FMorazan.jpg
Francisco Morazán

1821 schloss sich die Provinz-Oligarchie der Erhebung der anderen zentralamerikanischen Provinzen gegen die spanische Zahnkrone an. Nach nur zweijähriger Anbindung an das Kaiserreich von Mexiko verselbständigten sie sich im Nationengemeinschaft der "Vereinigten Provinzen von Zentralamerika". Eine seiner Führungsfiguren, der als "mittelamerikanischer Bolívar" verehrte Francisco Morazán (*1792, †1842), stammte aus Honduras. Aber auch er konnte das Ausbrechen seiner Heimatprovinz und den Zusammenbruch des Staatenbundes 1839 nicht verhindern. Von Beginn der "Freiheit" an kämpften jede Menge Fraktionen der Oligarchie um die Macht.

Die Entwicklung nach der Unabhängigkeit

Von 1821 bis 1876 wechselten sich 85 Regierungen ab. 1876 leitete Marco Aurelio Soto eine liberale Wende ein: Er säkularisierte den Kirchenbesitz, führte die Zivilehe und ein staatliches Bildungswesen ein. Seine Mensch (Kirche und Großgrundbesitzer) und Befürworter (das städtische Bürgertum) organisierten sich später in der Nationalen Politische Kraft und in der Liberalen Partei, die bis zum heutigen Tag die wichtigsten Parteien geblieben sind. Gleichzeitig trieb Soto die Erschließung und Weltmarktöffnung des isolierten Landes voran. Großzügige Konzessionen lockten US-Konzerne an und führten zur Entwicklung der "Bananenrepublik". Die Geschichte einer kolonieähnlichen Fremdbestimmung begann. Die Diktatoren T. Carías Andino und J. M. Gálvez, die von 1933 bis 1948 bzw. von 1949 bis 1954 an der Macht waren, betätigten sich als Helfer der United Fruit Company. Der Arbeitseinstellung von rund 25 000 Arbeitern auf den US-amerikanischen Bananenplantagen im Jahre 1954 leitete die Bändigung der Macht ein, die von der "Bananen-Enklave" auf den "Rest des Landes" ausgeübt wurde.

Bild:Westindien und Zentral-Amerika (Doppelseitige Farbkarte).jpg
Die Karibik am Ende des 19. Jahrhunderts

1969 kam es zu einer militärischen Auseinandersetzung mit El Salvador, die als "Fußballkrieg" in die Geschichte einging. Der Grund waren Spannungen um Wirtschaftsflüchtlinge aus El Salvador, die seit längerem von der Bevölkerung Honduras' für die wirtschaftlichen Probleme verantwortlich gemacht und angefeindet wurden. Der Bewaffnete Auseinandersetzung kostete 3.000 Leute das Leben, 6.000 wurden verletzt. Der Konflikt selbst dauerte jedoch bis 1980 an und wurde unter Vermittlung der Organisation Amerikanischer Staaten durch ein Friedensabkommen beigelegt.

Die Reformansätze des Präsidenten Villeda Morales, der von 1957 bis 1963 regierte, wurden zwar zunächst durch Militärputsche aufgehalten, aber die Militärregierung unter Osvaldo López Arellano, der von 1972 bis 1975 an der Macht war, griff sie erneut auf und trieb sie unter dem Druck von Gewerkschaften und Bauernorganisationen voran. Sie packte überwiegend eine Agrarreform an, die ihren Namen verdiente, wenngleich ihre Durchführung von zwei nachfolgenden Militärregierungen gebremst wurde. Militärregime à la Honduras waren nicht ganz so schlimme Folterregime wie in den Nachbarstaaten. Sie verboten zwar allzu linke Parteien und Organisationen, beließen aber den beiden großen Parteien samt ihren Abspaltungen und zuerst den starken Bauernorganisationen politische Freiräume. Diese autoritäre Toleranz bildet einen wesentlichen Grund, wieso bisherig in Honduras Guerillagruppen über Ankündigungen des bewaffneten Widerstandes nicht hinauskamen.

Rückkehr zur Demokratie

Bild:Manuel Zelaya (Brasília, 03 Apr. 2006).jpeg
Manuel Zelaya
(Foto: Marcello Casal Jr/ABr., 2006)

Bei den Präsidentschaftswahlen von 1981, die die Rückkehr zur Volksherrschaft signalisierten, erhielt der Kandidat der Liberalen Partei, Roberto Suazo Córdova, eine eindeutige Mehrheit. Diverse Beobachter hegten Zweifel an seiner politischen Überlebensfähigkeit in einem Land, in dem es in 150 Jahren mindestens 125 Militärputsche gab. Er überstand eine schwere Starker Konjunkturrückgang und jede Menge Putschgerüchte. Er und sein Nachfolger José Azcona Hoyo mussten es allerdings wohl oder übel hinnehmen, dass Honduras zu einem Brückenkopf der USA im unerklärten Bewaffnete Auseinandersetzung gegen Nicaragua wurde. Erst 1989 erzielte eine internationale Tagung Einigung über den Abzug der nicaraguanischen "Contras".

Das von der Schuldenkrise gebeutelte Land hängt am Tropf der Überlebenshilfe, die der "große Bruder" jedoch nicht ohne Gegenleistungen gibt. Die Überlieferung der Fremdbestimmung erhielt eine neue Version, das hässliche Wort von der "Bananenrepublik" eine neue Begründung. Zu den Folgewirkungen der massiven Präsenz der USA gehörten nationalistische Aufwallungen. 1992 schlossen El Salvador, Guatemala und Honduras ein Freihandelsabkommen. Der 1993 gewählte Präsident Carlos Roberto Reina versuchte in seiner Amtszeit, den Einfluss des Militärs einzudämmen. Sein Nachfolger Carlos Roberto Flores Facussé initiierte eine reformorientierte Wirtschaftspolitik. Bei den Präsidentschaftswahlen 2002 ging Ricardo Maduro Joest von der Nationalen Politische Kraft als Persönlichkeit hervor.

Die Präsidentschaftswahlen im November 2005 gewann mit Manuel Zelaya Rosales abermals ein Kandidat der Liberalen. Er versprach erstens nachhaltige Maßnahmen gegen die Kriminalität.

1998 wurden große Teile Honduras durch den Hurrikan Mitch, der gleich zig Male über das Land hinweg zog, zerstört. Selbst das von der Karibikküste knapp 300 km entfernte Tegucigalpa blieb nicht verschont und noch in diesen Tagen sind die Folgen der Kataklysmus sichtbar. "Mitch" warf die honduranische Wirtschaft um Jahre zurück, da namentlich die Bananenplantagen unter der Katastrophe gelitten haben.

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Politik

Staatsaufbau

Bild:Tegucigalpa Presidential Palace.jpg
Präsidentenpalast in Tegucigalpa

Honduras ist laut Verfassung von 1982 ein demokratischer Rechtsstaat. Gewaltenteilung und Unabhängigkeit der Justizgewalt sind garantiert. Herkömmlich spielt der mit umfassenden Befugnissen ausgestattete Staatspräsident eine vorherrschende Rolle. Die Amtszeit des Präsidenten beträgt vier Jahre ohne Möglichkeit der Wiederwahl. Der Einkammer-Nationalkongress setzt sich aus zusammenfassend 128 Abgeordneten der beiden großen traditionellen Parteien (Partido Liberal und Partido Nacional) sowie der Splitterparteien PINU, PDCH und PUD zusammen. Dem Obersten Gericht gehören neun von Regierung und Abgeordnetenhaus gemeinsam benannte Richter an. Jüngste institutionelle Reformen haben einen nationalen Rechnungshof und ein Oberstes Wahlgericht geschaffen. Seitdem 27. Januar 2006 ist Manuel Zelaya Rosales von der Partido Liberal (PL) Vorsitzender und Regierungschef.

Siehe auch: Liste der Präsidenten von Honduras

Aktuelle Lage und Entwicklungstendenzen

Innenpolitik

Die innenpolitischen Verhältnisse sind stabil. Seit nunmehr über 20 Jahren sind die jeweiligen Staatspräsidenten aus freien und demokratischen Wahlen hervorgegangen. Die beiden großen Parteien haben sich in dieser Zeit in der Regierungsverantwortung abgelöst. Staatspräsident Ricardo Maduro Joest setzt die Bemühungen der Vorgängerregierung um Armutsbekämpfung und Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse fort. Diese Bemühungen waren durch den verheerenden Hurrikan "Mitch" Ende des Jahres 1998 erheblich erschwert worden. Das von Honduras im September 2001 vorgelegte Armutsbekämpfungsprogramm wurde von Weltbank und Internationalem Währungsfonds als Voraussetzung für die Teilnahme des Landes an der HIPC-Entschuldungsinitiative (Highly-Indebted Poor Countries) angenommen. Ein erster Schritt hierfür war im Februar 2004 die Einigung mit dem IWF über ein neues Drei-Jahreshilfsprogramm 2004/2006 .

Aussenpolitik

Nach der Zuschreibung der Bürgerkriege in Nicaragua (1990), El Salvador (1992) und Guatemala (1996) ist Honduras gerade an der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region und an einer weitergehenden Integration Zentralamerikas interessiert. Das Land ist aktives Mensch in dem durch das Memo von Tegucigalpa 1991 gegründeten "Sistema de Integración Centroamericano" (SICA). Mit Nicaragua und El Salvador gibt es seit geraumer Zeit Grenzstreitigkeiten, die jeweilig dem Internationalen Gericht in Den Haag zur rechtlichen Klärung vorgelegt und teilweise auch gelöst wurden. Auch die Organisation der amerikanischen Staaten (OAS) ist mit den Grenzfragen befasst und tritt als Vermittler auf.

Die Beziehungen zu den weiteren Nachbarstaaten im Norden (Guatemala, Belize und Mexiko) und im Süden (Costa Rica, Panama) sind freundschaftlich. Am 16. April 2001 ist der im Jahr überwiegend unterzeichnete Freihandelsvertrag ("Tratado de Libro Comercio") zwischen Mexiko und den drei Ländern des sog. "nördlichen Dreiecks" El Salvador, Honduras und Guatemala in Kraft getreten.

Honduras unterhält diplomatische Beziehungen zu Taiwan. Die Beziehungen zu diesem Land, aber auch zu Japan und Korea, sind zufolge der erheblichen entwicklungspolitischen Leistungen und des handelspolitischen Gewichts der betroffenen Amerika intensiv. Im Jänner 2002 wurden die diplomatischen Beziehungen zu Kuba wiederhergestellt.

Honduras hatte während des Dritten Golfkrieges 370 Soldaten im Irak stationiert und zählte zu den Staaten der "Koalition der Willigen", die die USA mit Truppen unterstützten. Kurz nach der Entscheidung Spaniens, seine Soldaten zurückzuziehen, folgte Honduras Mittelpunkt April 2004 diesem Beispiel.

Bildungssystem

Schulsystem

Die größte Einzelposition im honduranischen Staatshaushalt ist der Bildungs- und Erziehungssektor. Auf Kante genäht 20% des Gesamtbudgets entfallen auf diesen Bereich. Das Land verfügt über ca. 60.000 Lehrer, die rund eine Million Grundschüler und 700.000 Schüler weiterführender Schulen betreuen. Die Regierung bemüht sich verstärkt um eine Ermäßigung der bestehenden Analphabetismusrate von rd. 28%. In Honduras besteht Schulpflicht für Blagen zwischen sieben und zwölf Jahren, der Schulbesuch ist kostenlos. Trotzdem haben in Honduras rund 50% aller Bälger keinen Grundschulabschluss. Die Ursachen hierfür sind: fehlende Mittel für Schulbücher und Lehrmittel, Lehrermangel in abgelegenen Benötigen und zum Teil Schulunterricht in grossen Klassen (1. bis 6. Klasse) in einem einzigen Schulzimmer. Nach der obligatorischen Schulpflicht, kann der plan basico absolviert werden (normalerweise mit 15 Jahren). Danach kann am colegio in weiteren 6 Jahren (jew. 3 Jahre Grundkurs und 3 Jahre Spezialisierung) ein Fachhochschulreife erlangt werden. Jene die später studieren wollen, machen einen Abiturabschluss, den bachillerato.

Universitäten

Im Hochschulbereich gibt es die beiden staatlichen Universitäten "Nationale Autonome Universität von Honduras" (UNAH) in Tegucigalpa mit weiteren Studienzentren in San Pedro Sula, La Ceiba, Santa Rosa de Copán und Comayagua sowie die "Nationale Pädagogische Universität Francisco Morazán" (UNPFM) in Tegucigalpa. Die wichtigsten Privatuniversitäten sind die Technische Universität (Universidad Tecnologíca) und die von der katholischen Kirche getragene Universität (Universidad Católica). Weiterhin gibt es im Land zwei Fachhochschulen im Agrar- und Forstbereich (Escuela Agricola Panamericana Zamorano, Escuela Nacional de Ciencias Forestales).

Verteidigung

Im Apr. 1995 beschloss das Volksvertretung die Auflösung der allgemeinen Wehrpflicht und den Aufbau einer Streitkräfte aus freiwilligen Soldaten. Durch eine Verfassungsänderung vom Jan. 1999 wurden die Streitkräfte dem Präsidenten unterstellt.

Gewerkschaften

Bedeutende Gewerkschaften sind die Confederación de Trabajadores de Honduras, Confederación General de Trabajadores, Confederación Unitaria de Trabajadores de Honduras. Die Gewerkschaften stellen keine geschlossene einheitliche Kraft dar. Bedeutendster gewerkschaftlicher Dachverband ist die "Confederación de Trabajadores de Honduras", die sich um modernes Management und internationale Zusammenarbeit bemüht. Einzelne Gewerkschaften haben merkbares Gewicht, so die Arbeitnehmerlobby der Bananenarbeiter und die Vereinigung der Lehrkräfte und Angestellten im Gesundheitswesen.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen

Honduras ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen und der Organisation Amerikanischer Staaten. Außenpolitisch wichtig für das Land ist die Zugehörigkeit zur WTO, den Bretton-Woods-Institutionen (Internationaler Währungsfonds und Weltbank) sowie zu den Institutionen des zentralamerikanischen Integrationssystems. UNDP, UNIDO, UNICEF, FAO, WHO, IMF, Weltbank, Interamerikanische Entwicklungsbank, OAS und die Internationale Organisation für Migration (OIM) haben eigene Vertretungen in Honduras. Die zentralamerikanische Entwicklungsbank (BCIE) hat ihren Sitz in Tegucigalpa.

Sicherheit

Honduras ist, wenigstens was die Städte betrifft, eines der unsichersten Länder Lateinamerikas. Die Zeitungen sind tagtäglich voll mit Nachrichten über Morde, Überfälle, Vergewaltigungen, Einbrüche, Entführungen usw.. Ein Teil dieser Taten, selbst wenn wahrscheinlich nicht in dem von den Medien dargestellt Ausmaß, geht auf das Bankverbindung der schon erwähnten Jugendbanden (maras). Allerdings sind innerhalb der Städte zuvor die Armenviertel von der Gewalt betroffen. Die "besseren" Viertel und die Stadtzentren sind natürlich auch nicht völlig frei von Kriminalität, aber die enorme (und ihrerseits gelegentlich nochmals besorgniserregende) Anzahl und Ausrüstung staatlicher und privater Sicherheitskräfte sorgen doch dafür, dass man sich dort einigermaßen frei bewegen kann.

Menschenrechte

Die Lage der Menschenrechte in Honduras hat sich nach der Festigung des Friedensprozesses in Zentralamerika und der Etablierung demokratischer Regierungen erheblich verbessert. Allerdings kommt es nach Unterlagen von nicht-staatlichen Menschenrechtsorganisationen wieder und wieder zu institutionellen Unzulänglichkeiten und Übergriffen von Polente und Sicherheitsorganen. Hiervon besonders betroffen sind Angehörige ethnischer Minderheiten (indigene Gruppen, Nachfahren afrikanischer Einwanderer) und zwischenmenschlich benachteiligte Gruppen (Straßenkinder). Ein weiter nicht gelöstes Problem aus der Vergangenheit ist die Straflosigkeit der für Menschenrechtsverletzungen während früherer Militärregimes verantwortlichen Personen. Wiederholte Bemühungen des vom Nationalkongress eingesetzten Menschenrechtskommissars und nationaler Nichtregierungsorganisationen (Komitee der Familienangehörigen von Verhafteten/Verschwundenen) haben bis jetzt noch nicht die erhofften Ergebnisse erbracht. Die Lage in den honduranischen Haftanstalten ist besorgniserregend. Im Mai 2004 kam es im Zentralgefängnis in der zweitgrößten honduranischen Ort San Pedro Sula zu einer verheerenden Brandkatastrophe, bei der über einhundert Opfer zu meckern waren. Der vom damaligen Staatspräsident Ricardo Maduro Joest verfügte Einsatz des Militärs zur Verbrechensbekämpfung hat allem Erscheinungsbild nach nicht zu einer Abwärtsentwicklung der Menschenrechtslage geführt. Ob der Kurs der neuen Regierung ab 2006, bei der Bekämpfung der erstmal in den Großstädten ausufernden Bandenkriminalität und des organisierten Verbrechens nachhaltige Erfolge erzielen kann, bleibt abzuwarten.

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Regionen

Bild:HondurasDivisions.png
Departamentos von Honduras

Honduras ist in 18 Verwaltungsbezirke (departamentos) aufgeteilt:

Siehe auch: Islas del Cisne

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Wirtschaft

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Wirtschaftskarte von Honduras, 1983

Für zig ist Honduras noch immer die sprichwörtliche "Bananenrepublik". Dieses Brandmal war einmal zutreffend, ist aber dieser Tage ebenso irreführend wie seine Zweiteilung in die "Bananenenklave" und den "Rest des Landes". Drei US-amerikanische Konzerne, die United Fruit Company, die Richtwert Fruit Company und die Cuyamel Fruit Company, hatten sich um die Wende des 19. zum 20. Jahrhundert mit Hilfe großzügiger Konzessionen riesige Flächen im karibischen Tiefland angeeignet. Sie bauten Straßen, Eisenbahnen und Siedlungen für ihre Arbeiter; sie wurden die größten Firmeninhaber im Land; sie zahlten nur geringe Steuern, wiewohl ihre Gewinne zig Jahre den Staatshaushalt überstiegen; sie machten die "Enklave" zum weltgrößten Ausführer von Bananen; sie korrumpierten die Charakter und versorgten willfährige Diktatoren mit Geld und Waffen. Als diese in den Jahren 1911, 1913 und 1924/1925 dennoch mit Streiks und Unruhen nicht fertig wurden, schickte Washington Interventionstruppen. Während der Weltwirtschaftskrise kaufte die United Fruit Company den Cuyamel-Konkurrenten auf und wurde zum "Staat im Staate". Der von 1933 bis 1948 regierende Diktator T. Carías Andino leistete ihr durch die Unterdrückung von Gewerkschaften und Streiks Schützenhilfe. Nach dem großen Ausstand von 1954 verkleinerten die beiden Konzerne schrittweise ihre Plantagen und halbierten die Zahl der Arbeiter. Allmählich nahm der Staat stärkeren Einfluss auf die Generierung und Kommerzialisierung der Bananen. Gleichzeitig holte der "Rest des Landes" auf. Der Anteil der Bananen am Gesamtexport fiel von rund 50 % in den 1960er Jahren auf ein Drittel in den 1990er Jahren zurück. In erster Linie die Anteile von Kaffee und Stück Fleisch erhöhten sich.

Honduras gehört zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas; es ist das Armenhaus Mittelamerikas. Der größte Teil der Bevölkerung (80 Prozent) lebt an oder unter der absoluten Armutsgrenze. Eine hohe Arbeitslosenrate und eine extrem hohe Auslandsverschuldung kennzeichnen die wirtschaftliche Situation. Honduras zählt zu den ärmsten Ländern Mittelamerikas und profitiert von dem 2005 beschlossenen internationalen Schuldenerlass.

Wirtschaftspolitik

Den Empfehlungen der internationalen Gebergemeinschaft entsprechend investiert die honduranische Regierung passend ihrer nationalen Armutsbekämpfungsstrategie verstärkt in den sozialen Bereich. Kaum 50% der Auflageziffern des Haushalts 2005 entfallen auf Erziehung, Gesundheit, Sozialversicherung, sozialen Wohnungsbau und ländliche Entwicklungsprogramme (d.h. auf die Umsetzung der nationalen Armutsbekämpfungsstrategie). Die Wirtschaftspolitik der Regierung steht im Zeichen einer engen Zusammenarbeit mit den bilateralen und multilateralen Gebern und den internationalen Finanzinstitutionen. Honduras ist eine liberale, auf Freihandel und Investitionserleichterungen ausgerichtete Kapitalismus (Lohnveredelungsregime, Freihafenregelungen, Zoll- und Steuervergünstigungen für Investoren, freier Kapitaltransfer). Speziell die Maquila-Gesetzgebung nach mexikanischem Vorbild hat in den vergangenen Jahren verschiedene Investoren besonders aus den USA, Taiwan und Korea ins Land gebracht. Die Lohnveredelungsindustrie (Textil, Holzverarbeitung) intensiv sich auf San Pedro Sula in der Nähe der Karibikküste, zweitgrößte Ort und Wirtschaftszentrum des Landes. Der Zone beschäftigt im Großen und Ganzen rund 130.000 Personen und hat 2004 830,7 Mio. USD erwirtschaftet.

Aktuelle Entwicklung

Die makroökonomischen Daten zeigen, dass sich die honduranische Wirtschaft von den Folgen des Wirbelsturms weitgehend erholt hat. Die so weit wie 70% zerstörten Kulturen der beiden großen Exporterzeugnisse (Kaffee und Bananen) produzieren inzwischen wiederum auf dem Level vor der Katastrophe. Das BIP (BIP) wies für 2004 eine Wachstumsrate von 5,0% auf und lag damit deutlich über dem Bevölkerungswachstum (2,5%). Die Preissteigerungsrate betrug 9,2%. Delikat sind für Honduras die niedrigen Weltmarktpreise für Kaffee, die Marktzugangsbeschränkungen für Bananen und gerade die Ölpreiserhöhungen des Jahres 2004.

Außenhandel

Trotz der Exportorientierung der honduranischen Außenwirtschaft weist die Handelsbilanz ein negatives Kontostand aus. Honduras exportierte 2004 Güter im Wert von 1.580,5 Mio. USD und importierte Güter im Wert von 3.678,5 Mio. USD. Die Dienstleistungsbilanz ist dank des expandierenden Tourismussektors (Maya-Ruinen in Copán, Karibikinsel Roatán) dagegen positiv. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind schließlich die unentgeltlichen Transfers, d.h. Überweisungen der rund 1 Mio. auswärtig lebenden Honduraner (2004: 1.300 Mio. USD, d.h. ca. 10% des BIP). Die Kontingent der internationalen Währungsreserven im Vergleich zur Außenverschuldung betrug 2004 rund 30%. Die 2005 zu erwartende Mittelfreisetzung qualifiziert der Schuldenerlassinitiative an Stelle der am höchsten verschuldeten armen Entwicklungsländer (HIPC) wird diese Sachlage verbessern.

Währung

Die honduranische Währung heißt Lempira , benannt nach dem indianischen Freiheitskämpfer und Nationalhelden, der sich so weit wie seinem Tod 1537 gegen die spanischen Invasoren aufgelehnt hatte. 100 Centavos sind ein Lempira. Ein erheblicher Teil der honduranischen Wirtschaft ist echt dollarisiert, d.h., dass Geschäfte Artikel ab einer bestimmten Höhe in US-Dollar auszeichnen, Mietverträge häufig in $ geschlossen werden und ein großer Teil der Sparkonten in $ geführt wird. Unterschiedlich als im glaubwürdig dollarisierten Nachbarland El Salvador oder auch in Nikaragua braucht man aber an der Supermarktkasse oder bei einer Taxifahrt unbedingt die eigentliche Landeswährung Lempira.

Wichtigste Wirtschaftszweige

Landwirtschaft

Ein Drittel der Landesfläche könnte ackerbautreibend genutzt werden; tatsächlich werden nur etwa 12 % genutzt. Während mehrere Großgrundbesitzer riesige Flächen brachliegen lassen, haben die meisten Kleinbauern zu wenig Land, um genügend Nahrung für ihre eigenen Familien und darüber auf für die rasch wachsende Stadtbevölkerung wachsen lassen zu können. Eine in den Jahren 1974 bis 1978 eingeleitete Landreform sollte 120.000 Familien mit Land versorgen. Der Widerstand der Großgrundbesitzer und Verwaltungsprobleme verzögerten aber die Durchführung. Am Ende wurde ihre Zielvorgabe um die Hälfte verfehlt; ein Drittel der Bevölkerung muss sich weiterhin als Wanderarbeiter durchschlagen. Erfolgreicher war das Bemühen der Entwicklungsplaner, die außenwirtschaftlich gefährliche Monokultur der Banane zu überwinden.

Der Viehzeug umfasst überwiegend Rinder und Schweine. Geflügel wird hauptsächlich für den Eigenverbrauch gezüchtet.

In Linie gebracht ist die Wirtschaft auf den Agrarsektor, in dem 15 Prozent des BIP erzeugt werden. Dabei sind jedoch nicht länger Bananen die Hauptanbauprodukte, stattdessen Käffchen und Krustentiere. Die meisten Familienbetriebe produzieren Mais und Bohnen für den Eigenbedarf. Auf den wenigen Großplantagen, die überwiegend in US-amerikanischem Vermögen sind, werden Bananen und Tropfen für den Ausfuhr angebaut.

Forstwirtschaft und Fischerei

Die Forstwirtschaft ist ein bedeutender Wirtschaftszweig des Landes. Allerdings schreitet dadurch auch die Zerstörung der üppigen tropischen Regenwälder in Honduras zusehends voran. Allein 1998 rodete die Holz verarbeitende Gewerbe 6,92 Mio. Kubikmeter Holz. Programme zur Aufforstung werden durch schonungslose Rodungsmethoden und eine mangelhafte Verkehrsinfrastruktur behindert. Wertvolle Holzarten sind Kiefer, Mahagoni, Ebenholz, Walnuss und Rosenholz. Der Fischereitätigkeit umfasst hauptsächlich Schalentiere.

Dienstleistungen

Alternative 50 Prozent des BIP entfallen auf den Deal und übrige Dienstleistungen. In den letzten Jahren gab es ein leichtes Realwachstum, doch der mittelständischen Wirtschaft geht es weiter schlecht. Einen Gewinn können fast ausschließlich ausländische Unternehmen verbuchen, die vermöge der geringen Mindestlöhne und vielen Arbeitslosen Fabriken in Honduras bauen. Eine wachsende Einnahmequelle ist der stetig wachsende Tourismus. Besonders beliebt ist auf der einen Seite die grosse Ausgrabungsstätte von jahrtausenden alten Maya-Ruinen in Copán (Ruínas de Copán) und 3 vorgelagerte Karibikinseln im Norden des Landes. Utila ist die kleinste, Roatan die grösste und gleichzeitig beliebteste unter ihnen. Die Touristenzahlen steigen jährlich (Im Jahr 2004 empfing Honduras über 1 Million Gast und wuchs auf ein Inhalt von 400 Mio. US-Dollar) und gewähren Honduras auf ein weiteres Wachstum in diesem Bereich hoffen.

Industrie

Honduras hat erste Schritte zur Industrialisierung unternommen - allerdings nicht aus eigener Kraft, stattdessen mit Hilfe von Auslandsunternehmen und Auslandskapital. Auslandskapital bedeutet in erster Linie US-Kapital. US-Konzerne beherrschen alle Gewinn versprechenden Industrie- und Dienstleistungsbranchen. Die einheimischen Klein- und Mittelbetriebe, die vornehmlich Erzeugnisse der Landbau verarbeiten, erwirtschaften mit ihrer niedrigen Produktivität nur etwa 40 % der Industrieproduktion, beschäftigen aber fast zwei Drittel der Industriearbeiter. Honduras war dem Konkurrenzdruck innerhalb des "Zentralamerikanischen Gemeinsamen Marktes" nicht gewachsen und nutzte den "Fußball-Krieg" mit El Salvador (1969) als Vorwand zum Ausscheiden. Die Industrialisierung hat bisher wenig zum Abbau der hohen Erwerbslosigkeit beigetragen.

Der Fokus der schwach entwickelten Branche liegt in der Weiterverarbeitung von Agrarprodukten. Dringend benötigte Devisen bringen die Überweisungen der etwa 1 Mio. auswärtig lebenden Honduraner und der Tourismus: Jährlich besuchen 670 000 Touristen Honduras, zuerst die Maya-Ruinen in Copán, die Naturreservate und die Karibikinseln.

Bergbau

Honduras besitzt reiche Vorkommen an Silber, Zink und Blei. Weitere, größtenteils nicht geförderte Bodenschätze sind Eisenerz, Kohle, Kupfer und Antimon.

Arbeitsmarkt

Die reelle Erwerbslosigkeit liegt bei 40 Prozent und der gesetzliche Mindestlohn beträgt je nach Beschäftigung 35 L bis 63 L. Damit liegt der Monatsmindestlohn bei ungefähr 45 bis 82 Euro.

Dank der fehlenden binnenwirtschaftlichen Impulse ist keine Besserung der Wirtschaft oder Verminderung der Armut in Sicht.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

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Infrastruktur

Verkehrswesen

Straße

Das Straßennetz ist rund 13.603 Kilometer lang, davon sind 20 Prozent (ungefähr 2.775 km) befestigt. Der Inter-American Highway (160 Kilometer in Honduras) verbindet das Land mit Nicaragua, Guatemala und El Salvador. Wetterfeste Straßen führen von Tegucigalpa nach San Pedro Sula, Puerto Cortés, La Ceiba und den wichtigsten Städten an der Karibikküste und am Golfo de Fonseca im Süden. Von Fahrten nach Einbruch der Düsterheit wird abgeraten. Abseits der Überlandstraßen ist die Nutzung von geländegängigen Fahrzeugen ratsam. Fernbusse, die Hauptverkehrsmittel, verkehren regelmäßig zwischen den größeren Städten. Rechtzeitige Buchen wird empfohlen, Fahrpreise sind sehr günstig. Bewegungsreaktion haben keine Taxameter, innerhalb der Städte Gültigkeit besitzen Einheitstarife. Sie sind nicht immer in sicherem Zustand. Auf längeren Strecken sollte man den Fahrtkosten vor vereinbaren. Es gibt auch Sammeltaxen, sogenannte Colectivos.

Eisenbahn

Das Eisenbahnnetz in Honduras, das hauptsächlich für den Bananentransport benötigt wird, erstreckt sich über fast 700 Kilometer vorwärts der Nordküste. Es gibt nur drei Bahnstrecken im Norden des Landes. Charakter können jedoch auf einem Bananenzug von San Pedro Sula fahren und in La Ceiba in einen Touristenzug umsteigen.

Flugverkehr

Der gebirgige Charakter des Landes machte das Maschine zu einem wichtigen Transportmittel. Drei internationale Flughäfen und über 100 kleine Flugplätze sind in Betrieb. Die Inlandsfluggesellschaften Isleña Airlines, Aero Honduras, Atlantic Honduras und Sosa Airlines verbinden Tegucigalpa täglich mit den Provinzstädten des Landes. Die anderen größeren Flughäfen sind San Pedro Sula (SAP) und La Ceiba (LCE) und Roatan Island Flugplatz (RTB). Isleña Airlines und Sosa Airlines bieten Flüge auf die Eiland Utila vor der Karibikküste an. Es gibt über 30 Flugplätze für Geschäfts- und Charterverkehr. Auch abgelegene Regionen werden regelmäßig von Leichtflugzeugen angeflogen.

Schifffahrt

Der Yojoasee und eine Reihe von Flüssen sind schiffbar. Die Länge der schiffbaren Wasserstraßen beträgt 465 km. Fähren verkehren zwischen den Häfen an der Karibik- und Pazifikküste. Feinheiten von den Hafenbehörden. Von La Ceiba und Puerto Cortés gibt es öfter wöchentlich Verbindungen zu den Islas de la Bahía. Vereinbarungen müssen mit den Bootseigentümern getroffen werden.

Telekommunikation und Internet

Die Landesvorwahl von Honduras ist 00504. Übrige Vorwahlen (für Städte oder Regionen) gibt es nicht. Allerdings fangen die Festnetznummern einer Gegend immer mit den gleichen Ziffern an (z.B. Tegucigalpa mit 23). Handy-Nummern etwas in Angriff nehmen mit einer 9.

Im Land gibt es ca. 322.500 Telefonanschlüsse und ca. 326.500 Mobiltelefone. Das Internet wird von ca. 168.600 Honduranern genutzt. Die nationale Telefongesellschaft heißt Empresa Hondureña de Telecomunicaciones (Hondutel). Öffentliche Telefone sind oft Kartentelefone. Internetanbieter ist NetSys. In größeren Städten gibt es Internetcafés.

Die Bemühungen um eine Liberalisierung des Festnetzsektors sind vor ... gescheitert, da die potenziellen Käufer vor den enormen Investitionssummen zurückschrecken, die nötig wären, um die bisher staatliche Telefongesellschaft Hondutel Gewinn bringend zu machen. Das Staatsunternehmen betreibt gegenwärtig ca. 300.000 Festnetzanschlüsse; ca. 400.000 potentielle Kunden stillstehen auf der Warteliste. Die Wartezeiten bis zur Verschiebung und Freischaltung eines Anschlusses betragen durchschnittlich drei Jahre, in vielen Fällen so weit wie sieben Jahren. (Durch die Löhnung eines entsprechenden Betrages an den jeweiligen Hondutel-Angestellten lässt sich die Zeit jedoch auf zwei Wochen verkürzen). Kunden, die es sich leisten können, weichen auf die Dienste der beiden privaten Mobiltelefonanbieter Celtel und Megatel aus. Von öffentlichen Telefonzellen aus, die von Hondutel betrieben werden, kann man übrigens keine Handys anrufen. Für Telefonate ins Ausland, namentlich in die USA und nach Europa, greifen diverse Honduraner auf die Möglichkeit der sehr preiswerten Internet-Telefonie zurück, die fast in jedem Internet-Café angeboten wird.

Post

Luftpost nach Abendland benötigt 4-7 Tage. Öffnungszeiten der Postämter: Mo-Sa 08.00-12.00 und 14.00-18.00 Uhr. Die Lage der staatlichen Post Honducor ist problematisch. Sie ist zufolge ihres schlechten Services (lange Transportzeiten, hohes Risiko des "Verschwindens") in Finanznöten, die 2002 fast zur Schließung geführt hätten. Wer es sich irgendwie leisten kann, schickt private Kuriere.


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Medien

Rundfunk und Fernsehen

Es gibt in Honduras etwa 100 private Rundfundstationen und 9 private Fernsehsender.

Presse

Die Presse- und Informationsfreiheit ist in Honduras zwar nicht durch staatliche Eingriffe, wohl aber durch die oligopolartigen Besitzstruktur der Medienorgane erheblich eingeschränkt. Die Inhaber der landesweiten Tageszeitungen, Radio- und Fernsehanstalt sind entweder selbst Subjekt (Ex-Präsident Carlos Flores besitzt u.a. die Tagezeitung El Tiempo) oder in ihren Interessen mit diesen eng verwoben (weitere Tageszeitungen mit landesweiter Verbreitung sind El Heraldo, La Prensa und La Tribuna). Journalisten werden durch Bestechung oder Repressalien (z.B. Entlassung) gefügig gemacht. Eine Gruppe kritischer und unabhängiger Journalisten setzt sich unter dem Namen C-Libre auf politischer und gesellschaftlicher Ebene für mehr Presse- und Informationsfreiheit ein und betreibt die Internet-Zeitung ConexiHon.com .

Ausserdem 2 Wochenzeitungen:

  • Tiempos del Mundo
  • Honduras Weekly (englischsprachig)

Kein Ende des Schnees - "Miriam" bringt weiteren Nachschlag : Der Winter bleibt Deutschland treu. In weiten Teilen des Landes haben Schnee und Eis bereits zu reichlich Chaos geführt. Jetzt bringt Tief "Miriam" weiteren Schnee-Nachschub. ... Weiterlesen!

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Feiertage

Folgende Feiertage werden in Honduras begangen:

  • Neujahr (1. Januar),
  • der Tag der amerikanischen Länder (14. April),
  • der Tag der Arbeit (1. Mai),
  • der Unabhängigkeitstag (15. September),
  • der Geburtstag von Morazán, dem Nationalhelden (3. Oktober),
  • der Kolumbustag (12. Oktober),
  • der Tag der bewaffneten Truppen (21. Oktober) und Weihnachten (25. Dezember).

Während der Karwoche Semana Santa schließen die Geschäfte von Wodenstag bis Sonntag. Alle Dörfer und Städte haben eigene Feiertage zu Verehren ihrer jeweiligen Schutzheiligen. Außerdem werden regionale Bollwerk veranstaltet wie der Fasching von La Ceiba im Mai. Im Alter von 15 Jahren zelebrieren die Mädchen La Fiesta Rosa, bei der sie als vollwertige Mitglieder in die soziale Gemeinschaft aufgenommen werden. Passend aufwendiger Feierlich begehen wird ihre Weltkenntnis zur Frau gewürdigt.

Google Maps 4.1 für Android-Smartphones erschienen: Google Maps 4.1 für Android 1.6 bringt eine neu strukturierte Übersicht der Suchergebnisse und erlaubt den Wechsel des Google-Kontos. Außerdem gibt es ein neues Latitude-Widget für den Android-Startbildschirm. Eine weitere Neuerung bleibt nur Geräten mit Android 2.1 vorbehalten. (Business-Notebooks, Android)... Weiterlesen!

Xenapp 6 für Citrix-Xen- und Windows-Server veröffentlicht: Die neue Version der Software zur Desktopvirtualisierung Xenapp 6 bietet etliche neue Funktionen zur Bereitstellung von Software im Netzwerk. Xenapp 6 unterstützt Windows Server in der Version 8 R2 und das darauf laufende App-V sowie den eigenen Xen-Server. Mit der Software Receiver können Anwendungen ab sofort auch auf Smartphones mit der Android-Plattform verwendet werden. (Virtualisierung, Xen)... Weiterlesen!

Kultur

Die Kultur von Honduras ist mit Ausnahmefall einiger abgelegener Indianersiedlungen hauptsächlich spanisch geprägt. Sowohl .... als auch in Tegucigalpa plus in der früheren Kapitale Comayagua überwiegen koloniale Bauten. Das Herzstück der kolonialen Baukunst ist die barocke Münster von Comayagua aus dem 18. Jahrhundert. Das bedeutungsvollste indianische Erbe ist der Ruinenkomplex von Copán, eine Tempelanlage aus der spätklassischen Epoche.

Die Marimba ist das populärste Musikinstrument; sie wird meist im nördlichen Küstengebiet gespielt und kommt bei afrokaribischer Folklore zum Einsatz.

Zu den bedeutendsten honduranischen Schriftstellern gehören Arturo Mejía Nieto, Carlos C. Izaguirre, Amaya Amador und Marcos Carías.

Musik

Auch musikalisch ist Honduras vom Neben- und Vereint der verschiedenen ethnisch-kulturellen Identitäten geprägt. Der im Radio, in Diskotheken usw. zumeist zu hörende "Mainstream" beinhaltet v.a. die in Lateinamerika übliche Mischung aus spanisch- und englischsprachigem Pop und Rock und die jedes Mal dominierenden lateinamerikanischen Moderhythmen von Merengue über Salsa so weit wie Reggetón und Bachata. Bei privaten und öffentlichen Festlichkeiten sind jedoch auch die traditionelleren und spezifisch honduranischen Musikstile beliebt, allen voran die trommelbetonte und äußerst temporeiche Punta-Musik der Garífunas. Der aus dem Küstenstädtchen La Ceiba stammende Balladesänger Guillermo Anderson verbindet in seinen Songs moderne Rock-, Pop- und Reggae-Elemente mit Einflüssen der Punta und sozialkritischen (v.a. für den Bewahrung der Umwelt eintretenden) Liedtexten. Auf Dorffesten und anderen Feierlichkeiten im Hochland ist, besonders bei älteren Menschen, die Töne von Marimba-Orchestern sehr beliebt. Diese kleinen Combos bestehen oft aus Musikern im Seniorenalter, die, was Virtuosität und persönliche Ausstrahlung betrifft, schon mit ihren kubanischen Kollegen des "Buena Vista Social Club" entsprechend sind.

Literatur

Literarisch kann Honduras nicht gerade mit einer breiten Palette erfolgreicher Werke oder Autoren aufwarten. Dies mag am allgemein niedrigen Ausbildungsniveau liegen und daran, dass die gebildete Mittelschicht, die in vielen Gesellschaften die meisten Leistungsträger der "Hochkultur" (Malerei, Literatur usw.) stellt, in Honduras verschwindend klein ist. Außerdem wird die Lesekultur durch einen für die allermeisten Honduraner aus ökonomischen Gründen nicht zugänglichen Buchmarkt stark behindert.

Der bekannteste honduranische Autor war Ramón Amaya Amador (1916-1966). Sein erster und bekanntester Roman "Prisión Verde" (zuerst erschienen 1945; 1958 auf Teutonisch als "Das grüne Gefängnis") schildert das Elend der Arbeiter auf den Bananenplantagen und beruht auf eigenen Erfahrungen des Autors.

Alternative Schriftsteller:

  • Eduardo Bähr
  • Amanda Castro
  • Javier Abril Espinoza
  • Juan Ramón Molina
  • Froylán Turcios
  • Argentina Díaz Lozano
  • Roberto Sosa
  • Rigoberto Paredes
  • Helen Umaña
  • Roberto Quesada
  • Leticia de Oyuela

Kulinarik

Die Grundnahrungsmittel der Honduraner sind Mais, Reis und Bohnen. Der Mais wird v.a. fit von flachen Tortillas, die ausschließlich aus Maismehl und Wasser hergestellte werden, zu so gut wie ganz Mahlzeit gereicht. Ein typisches honduranisches Frühstück etwa besteht aus Tortillas, Bohnenmus (frijoles refritos) und Rühr- oder Spiegelei, möglicherweise kommen noch einige Scheiben gekochter oder frittierter Kochbanane (plátano) hinzu. Eine besondere Form der Tortilla ist die pupusa. Dabei handelt es sich um eine dickere Maistortilla, die mit Wurststückchen oder Käse gefüllt ist.

In sich verständigen auf Restaurants bekommt man an als Vorspeise ein so genanntes anafre: Auf dem Tafel des Gastes wird ein spezielles Tongefäß platziert, in dem glühende Kohlestückchen Käsestreifen in Bohnenmus zerschmelzen lassen. Die entstehende Masse wird dann mithilfe von knusprig frittierten Tortilla-Stückchen ("tostadas") zum Mund geführt. Für europäische Gaumen ungewohnter ist das Chili, das in Form von Saucen oder von in Essig eingelegten Chili-Schoten zu vielen Gerichten gereicht wird. Auch die traditionelle sopa de mondongo, muss nicht jedem schmecken, da diese Suppe mit Rindsinnereien zubereitet wird.

Eine andere Suppenspezialität ist die sopa de caracol, eine Suppe mit in Streifen geschnittenen Riesenmeeresschnecken (deren Gehäuse von den garífunas übrigens als Instrument in der Punta verwendet wird, da man durch Hineinblasen einen lauten, sehr tiefen Ton erzeugen kann). An der Nordküste, speziell in den afro-honduransichen Gemeinschaften, wird viel mit Kokos(-milch, -raspeln usw.) gekocht. Eine besondere Spezialität der garífunas ist casabe, eine Art Fladen aus Yucca.

Sport

Fußball ist Nationalsport; Baseball, Basketball, Boxen und Bowling sind gleichfalls sehr beliebt.

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Weblinks

Bild:Wiktionary-ico-de.png

(TID 646251)

Wiktionary: Honduras – Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen

(TID 222120)



Koordinaten: 13°-16° N, 83°-89° W

(TID 488883)


an:Onduras ar:هندوراس be:Гандурас bg:Хондурас ca:Hondures cs:Honduras da:Honduras el:Ονδούρα en:Honduras eo:Honduro es:Honduras et:Honduras eu:Honduras fa:هندوراس fi:Honduras fr:Honduras gl:Honduras he:הונדורס hr:Honduras hu:Honduras id:Honduras io:Honduras is:Hondúras it:Honduras ja:ホンジュラス ko:온두라스 kw:Hondouras lt:Hondūras lv:Hondurasa mk:Хондурас ms:Honduras na:Honduras nds:Honduras nl:Honduras nn:Honduras no:Honduras pl:Honduras pt:Honduras ro:Honduras ru:Гондурас sa:हांडूरस sh:Honduras simple:Honduras sk:Honduras sl:Honduras sq:Hondurasi sr:Хондурас sv:Honduras tl:Honduras tr:Honduras uk:Гондурас zh:洪都拉斯

zh-min-nan:Honduras

(TID 8342)

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