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Buenos Aires

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Bild:Disambig-grau2.png Dieser Artikel befasst sich mit der Gemeinde Argentiniens. Für sonstige Bedeutungen, siehe Buenos Aires (Begriffsklärung).

(TID 537469)


Buenos Aires
Karte Wappen
Bild:Argentina Buenos Aires Stadt.PNG Bild:Buenos Aires Coats of Arms.gif
Wappenbild der Autonomen Ort
Buenos Aires
Flagge
Bild:Flag of Buenos Aires (City) in Argentina.gif
Fähnchen der Autonomen Gemarkung
Buenos Aires
Daten
Verwaltungssitz Buenos Aires
Fläche 203 km²
Einwohner 2.746.761
(2005)
Einwohner
Ballungsraum Gran Buenos Aires
11.548.541 (2005)
Bevölkerungsdichte 13.531 Einw./km²
Geografische Lage
Koordinaten: 34° 35' 59" S, 58° 22' 55" W
34° 35' 59" S, 58° 22' 55" W

(TID 488890)

Höhe 25 m ü. NN
Postleitzahlenbereich C1000-1499XXX
Vorwahl 011
ISO 3166-2-Code AR-C
Website www.buenosaires.gov.ar
Politik
Bürgermeister Jorge Telerman (vertritt den abgesetzten Aníbal Ibarra so weit wie den nächsten Wahlen 2007)

Buenos Aires (frühere Schreibweise: Buenos Ayres; benannt nach der Schutzheiligen der Matrose Santa María del Buen Aire; amtlich Ciudad Autónoma de Buenos Aires/Autonome Stadt Buenos Aires) ist die Hauptstadt und das kommerzielle und industrielle Zentrum Argentiniens.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Bild:Rio de la Plata BA 2.JPG
Satellitenaufnahme (Buenos Aires liegt rechts unten)

Die Gemarkung Buenos Aires liegt am Río de la Plata, einer trichterförmigen Mündung der Flüsse Río Paraná und Río Uruguay in den Atlantik, an der Ostküste des südamerikanischen Kontinents durchschnittlich 25 M über dem Meeresspiegel.

Das Wasser des Río de la Plata in Buenos Aires ist durch den hohen Eintrag von lehmigem Schlamm trüb. Das Revier weist nur geringe Tiefen auf, in der Gesamtheit unter 20 Meter, so dass z. B. Schiffe mit größerem Tiefgang in der Region ausgebaggerte Fahrrinnen nutzen müssen.

Die geographischen Koordinaten der Gemeinde sind 34° 36' südliche Weite und 58° 23' westliche Länge. Abendländisch von Buenos Aires erstreckt sich die Pampa, das ackerbautreibend fruchtbarste Gebiet von Argentinien.

Stadtgliederung

Bild:Buenos Aires map.jpg
Die Stadtteile von Buenos Aires

Buenos Aires ist in 48 Stadtteile gegliedert:

Agronomía, Almagro, Balvanera, Barracas, Belgrano, Boedo, Caballito, Chacarita, Coghlan, Colegiales, Constitución, Flores, Floresta, La Boca, La Paternal, Liniers, Mataderos, Monte Castro, Montserrat, Nueva Pompeya, Nuñez, Palermo, Parque Avellaneda, Parque Chacabuco, Parque Chas, Parque Patricios, Puerto Madero, Recoleta, Retiro, Saavedra, San Cristóbal, San Nicolás, San Telmo, Vélez Sársfield, Versalles, Villa Crespo, Villa del Parque, Villa Devoto, Villa Lugano, Villa Luro, Villa Mitre, Villa Ortúzar, Villa Pueyrredón, Villa Real, Villa Riachuelo, Villa Santa Rita, Villa Soldati, Villa Urquiza.

Benachbart gibt es traditionelle Stadtteilbezeichnungen, die gebräuchlicher sind, als die offiziellen Bezeichnungen:

  • Abasto (Gebiet um den ehemaligen Zentralmarkt und heutigem Einkaufszentrum): Stadtteile: Almagro und teilweise Balvanera
  • Barrio Norte (Wohngebiet der reichen Bevölkerung): Stadtteile Recoleta und Palermo
  • Congreso (rund um das Parlamentsgebäude)
  • Microcentro (Börsen- und Geschäftszentrum): Stadtteile Retiro und San Nicolás
  • Once (Gebiet um den Stadtbahnhof Once): Stadtteil Balvanera
  • Tribunales (Gebiet um den Justizpalast): Stadtteil San Nicolás

Im Zuge der Dezentralisierung wurden 16 Centros de Gestión y Participación (CGP), Zentren der Verwaltung und Partizipation) gegründet, die von 1 bis 14 durchnummeriert sind. Die CGPs 2 und 14 sind unterteilt in die CGP 2s (s=Süd) sowie 2n (n=Nord) und 14e (e=Ost) und 14o (o=West). In allen CGPs kann man seine Steuern und Bußgelder bezahlen, standesamtliche Vorgänge wie Vermählen und Geburtsscheinausstellungen vornehmen, usw..

Klima

Bild:Klima buenosaires.png
Klimadiagramm Buenos Aires

Buenos Aires befindet sich in der gemäßigten Klimazone. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 17,5 Grad Celsius, die Jahresniederschlagsmenge 1.173 Millimeter im Mittel.

Der wärmste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 24,5 Grad Celsius, der kälteste der Juli mit 11,1 Grad Celsisus. Selbst im argentinischen Saison sinken die Temperaturen nur selten unter Null Grad, Schnee gab es vor ... nur in wenigen Ausnahmefällen.

Der meiste Niederschlag fällt im Monat März mit 142 Millimeter im Mittel, der wenigste im Juni mit durchschnittlich 61 Millimeter.

Ökologische Probleme

Bild:Buenos Aires - Puerto Madero.jpg
Puerto Madero, Buenos Aires

Als Megastadt hat Buenos Aires mit zahlreichen ökologischen Problemen zu kämpfen. Zwar gibt es erstmal wegen des relativ windigen Klimas kaum Smog in der Stadt, dennoch erreicht die Schadstoffbelastung der Luft durch die mangelhaft gefilterten Industrie- und Autoabgase in sich verständigen auf Außenbezirken, beispielsweise in Lanús, oft kritische Werte, die zu erhöhten Lungenkrebsraten führen. In erheblichen Maße tragen zu diesem Punkt die vielen Busse bei (allein im Stadtkern von Buenos Aires rund 20.000 Fahrzeuge).

In den sehr engen, von hohen Häuserfronten gesäumten Straßen ist außerdem die Frischluftzufuhr (zum Beispiel vom Meer) sehr gering. Heikel ist ebenfalls, dass die Ort und der sie umgebende Ballungsraum nur relativ einige Grünflächen besitzt und das Outback durch immer weiter in die Peripherie ausholende Bauprojekte (zum Beispiel Country Clubs) ebenso zugebaut wird.

Ein weiteres Problem ist die Belastung des Río de la Plata und seiner Zuflüsse in der Ort durch Abwässer. Die durch die Gemeinde fließenden Flüsse Riachuelo und Río de la Reconquista sind stark verschmutzt und bewilligen kein biologisches Leben mehr zu, eine Renaturierung mindestens des Riachuelo war in den 1990er Jahren zwar geplant, das Vorhaben lässt jedoch weiterhin auf sich warten. Im Río de la Plata selbst konnte man bis etwa 1980 noch schwimmen (es gab einen Strand in Quilmes), doch dieser Tage ist dies wegen der Verschmutzung des Wassers nimmer möglich, nachdem es diverse Todesfälle in den 1980er Jahren gab. Auf der gegenüberliegenden Seite des Río de la Plata in Uruguay ist dies aber noch wie am Schnürchen möglich.

Ein großes Problem war seit jeher die Müllentsorgung. Früher wurde der Müll dezentral, oft selbst in den Heizanlagen der Wohnhäuser verbrannt, was aber ab der Verwirklichung einer bestimmten Größe der Ort wegen der Schadstoffbelastung nicht länger vorbehaltlos möglich war. In diesen Tagen landet ein Großteil des Mülls auf einer ringförmig um die Ort gelegenen Mülldeponie, die begrünt und partiell parkähnlich ausgestaltet wird und Cinturón Ecológico (ökologischer Gürtel) genannt wird. Kritisiert wird an diesem Vorhaben, dass das Grundwasser durch die im Müll vorkommenden Schadstoffe (z.B. Schwermetalle) verschmutzt werden kann. So werden teilweise erhöhte Krebsraten in den angrenzenden Wohngebieten beobachtet.

Temperaturschwankungen schmecken: Der hochempfindliche Wärmesensor von Schlangen für den nächtlichen Beutefang kommt auch bei Säugetieren vor allerdings als Geschmacksorgan. Das haben US-Forscher nachgewiesen, als sie die Funktionsweise des sogenannten Grubenorgans des Wärmedetektors von Schlangen untersuchten. Spezielle Proteine in diesem Organ nehmen die Wärmestrahlen auf und wandeln sie in Nervenimpulse um. Diese Sensorik reagiert bei Säugetieren dagegen nur auf chemische Verbindungen, wie sie im japanischen Meerrettich und anderen Senfpflanzen vorkommen. Die Wissenschaftler um David Julius von der University of California in San Francisco bewerten dieses Ergebnis auch als Beleg für die hohe Anpassungsfähigkeit von sensorischen Systemen in der Evolution. ...... Weiterlesen!

Internetzensur: Türkei und Russland auf der Liste: Reporter ohne Grenzen (ROG) hat anlässlich des Tages gegen Internetzensur den Bericht "Feinde des Internets" veröffentlicht. Erstmals wurden Russland und die Türkei wegen Verletzung der Meinungsfreiheit unter Beobachtung gestellt. Deutschland ist nicht auf der Liste. (Vorratsdatenspeicherung, Internetsperren)... Weiterlesen!

Geschichte

Gründung der Stadt (1536 - 1541)

Der Konquistador Juan Díaz de Solís entdeckte 1516 den Río de la Plata, seine Entdeckungsreise wurde aber durch einen Indianerangriff in der Nähe des heutigen Tigre zu einem blutigen Ende gebracht, bei dem Solís auch selbst umkam.

Bild:Buenos Aires shortly after its foundation 1536.png
Buenos Aires kurz nach seiner Gründung 1536

Buenos Aires wurde am 2. Februar 1536 von Pedro de Mendoza mit dem Namen Puerto de Nuestra Señora Santa María del Buen Ayre gegründet. Der Name wurde von Mendozas Vikar ausgewählt, der ein Subjekt der Virgen de Bonaria (Jungfrau der Guten Lüfte) von Cagliari, Sardinien war. Der Ort von Mendozas Stadtgründung liegt auf dem Gebiet des heutigen Stadtteils San Telmo.

Mendoza befahl etwa 1.600 Mann, die auf 16 Schiffen anlandeten. Da sie erst im Spätsommer ankamen, war es zu spät um Samenkorn anzupflanzen. Die lokalen Querandí-Indianer waren Jäger und Sammler und wurden von den Spaniern gezwungen, Essen für Mendozas Truppen zu beschaffen. Diese reagierten nachdem mit wiederholten Angriffen. Mendozas Persönlichkeit mussten 1541 den Ort aufgeben.

An diesen Expeditionen beteiligte sich der Straubinger Patriziersohn Ulrich Schmidl, der zum Chronisten der Ereignisse und frühem Geschichtsforscher der Gemarkung wurde. Er gilt zuweilen als einer der Mitbegründer der Stadt.

Zweite Gründung der Stadt (1580 - 1776)

Erst 1580 wurde die Gemeinde von Juan de Garay mit dem Namen Ciudad de la Santísima Trinidad y Puerto Santa María de los Buenos Aires wiedergegründet. Mittlerweile wurden zig Stadtgründungen auf dem Gebiet des heutigen Argentiniens vollzogen, die ob der Besiedelung von Peru her alle im Nordwesten liegen. Die älteste durchgängig bewohnte Gemarkung in Argentinien ist daher Santiago del Estero.

Buenos Aires hing seit seinen frühen Tagen stark von der Viehwirtschaft in der die Gemeinde umgebenden Pampa und vom Geschäft mit Spanien ab. Die spanische Bürokratie des 17. und des 18. Jahrhunderts verlangte allerdings, dass alle Waren, die nach Westen geschickt wurden, zunächst nach Lima in Peru gebracht werden mussten, um die Güter zu versteuern. Dieser weite Umlenkung löste aber einen steigenden Unmut bei den Händlern in Buenos Aires gegenüber Spanien aus und so entwickelte sich der Schmuggel sehr gut. Karl III. von Spanien erkannte diese steigende Instabilität seiner Macht und lockerte zunächst die Handelsbestimmungen und erklärte schließlich Ende der 1700er Jahre Buenos Aires zu einem offenen Hafen.

Hauptstadt des Vizekönigreichs Río de La Plata (1776 - 1810)

1776 wurde Buenos Aires schließlich zur Gemeinde des Vizekönigreichs des Río de la Plata, welches aus dem Vizekönigreich Peru ausgegliedert wurde. Die Bevölkerung der Gemeinde stieg u. a. auch durch die Einfuhr von Sklaven aus Afrika stark an, zwischen 1778 und 1815 betrug der Anteil der schwarzen Bevölkerung etwa ein Drittel.

1806 und 1807 versuchten die Briten innerhalb eines Konfliktes mit Spanien zweimal, Buenos Aires zu besetzen. Während dieser Zeit war Viscount William Carr Beresford britischer Kommandeur von Buenos Aires. Die Besetzungen scheiterten, jedoch nicht an der Gegenwehr der spanischen Truppen, an Stelle am erbitterten Widerstand seitens der Bevölkerung. Durch diesen Fortuna sahen sich die Nationalisten in ihren Ambitionen gestärkt und bereiteten die Unabhängigkeit des Landes vor, indem sie immer weitergehende Zugeständnisse des Vizekönigs an lokale Bürgervereinigungen, den so genannten Cabildos Abiertos erlangten.

Unabhängigkeitskampf und Rosas Diktatur (1810 - 1880)

Bild:Situationsplan von Buenos Ayres.jpg
Historischer Situationsplan (um 1888)

Am 25. Mai 1810 vertrieben bewaffnete Bürger der Gemarkung Buenos Aires den Vizekönig Baltazar Hidalgo de Cisneros y la Torre. Am 9. Juli 1816 erklärte der Tagung von Tucumán formell die Unabhängigkeit der "Vereinigten Provinzen des Río de la Plata". Nach der Unabhängigkeitserklärung entbrannte ein Streit zwischen den Unitariern, die einen von Buenos Aires aus geführten Zentralstaat wollten und den Föderalisten, die eine starke Unabhängigkeit der einzelnen Provinzen verfolgten.

1829 übernahm der Föderalist Juan Manuel de Rosas als Gouverneur die Herrschaft über Buenos Aires. Im März 1835 wurde er nochmal zum Gouverneur und Generalkapitän gewählt. Behelfsmäßig ließ sich Rosas außerordentliche Gewalt übertragen und erhielt damit natürlich die Gewalt eines Diktators. Er führte die Republik bis 1852, als er in der Gefecht von Monte-Caseros durch Truppen Brasiliens, Uruguays und des Don Justo José de Urquiza geschlagen wurde. Mit dem Sturz Rosas öffnete sich die Ort für Charakter aus Europa.

1853 weigerte sich die Gemeinde und die Provinz Buenos Aires am konstitutionellen Tagung teilzunehmen und trennte sich von Argentinien. 1859 trat Buenos Aires dem 1853 gegründeten Argentinischen Bund (Federación Argentina) bei.

Hauptstadt von Argentinien (1880 - 1976)

Bild:Casa Rosada in Buenos Aires.jpg
Der Präsidentenpalast, die Casa Rosada auf der Plaza de Mayo

1880 wurde die Ort Buenos Aires unter Julio Argentino Roca von der gleichlautenden Provinz getrennt und gleichzeitig zur Kapitale Argentiniens erklärt. 1890 war Buenos Aires die größte und wichtigste Ort in Lateinamerika um die Jahrhundertwende betrug die Einwohnerzahl beinahe eine Million.

1913 wurde unter der Avenida de Mayo die erste U-Bahn-Strecke eröffnet. Die Eisenbahn von Buenos Aires blieb die erste und einzige in Lateinamerika bis zur Eröffnung der Zug von Mexiko-Stadt im Jahre 1969. Für die Jahrhundertfeiern der Unabhängigkeit Argentiniens wurden im Zentrum einige Diagonalen in das Straßensystem und die Avenida 9 de Julio geschlagen. Der Plan war aber ursprünglich wesentlich ambitionierter, als er schließlich durchgeführt wurde.

Bild:Buenos Aires Congreso stock xchng 214239.jpg
das Kongressgebäude (Parlament)

1919 gab es unter der Regierung von Hipólito Yrigoyen einen Arbeiteraufstand, der durch Militärgewalt niedergeschlagen wurde. Die Ereignisse gingen als die La Semana Trágica (die tragische Woche) in die Geschichte von Buenos Aires und von Argentinien ein. In den 1930er Jahren wurden einige große Avenidas durch das Zentrum gezogen, so die Avenidas Santa Fe, Córdoba und Corrientes, die in diesen Tagen noch Hauptschlagadern des Straßenverkehrs sind. Ab dem Zweiten Weltkrieg hatte die wachsende Gemeinde zig vormalige Vororte erreicht und einverleibt. Die Ort beherbergte zu dieser Zeit, etwa ein Drittel der argentinischen Bevölkerung.

Militärdiktatur (1976 - 1983)

Bild:Monumento Caidos Malvinas.jpg
Das Ehrenmal für die Gefallenen des Falklandkrieges an der Plaza San Martín

1976 kamen mit dem Sturz von Präsidentin Isabel Martínez de Perón die Militärs in Argentinien an die Macht. Während dieser Zeit verschwanden Zehntausende von Menschen, die sich in Gegenseite zu den Militärs stellten oder gelegentlich auch nur in den Verdacht gerieten gegen die Militärregierung zu sein.

Mit Beginn der ersten Verhaftungswellen der Militärdiktatur, die von 1976 bis 1983 dauerte, protestieren auf der Plaza de Mayo vor dem Präsidentenpalast, der Casa Rosada, die Mütter der während der Militärdiktatur verschwundenen Menschen.

Zu den Hingeben der willkürlichen Verhaftungen, Folterungen und Ermordungen gehörte die deutsche Soziologin und Entwicklungshilferin Elisabeth Käsemann, die in den Slums von Buenos Aires Sozialarbeit leistete.

Redemokratisierung und wirtschaftlicher Aufschwung (1983 - 1998)

Nach dem verlorenen Malwinen-Krieg konnten sich die Militärs nicht länger an der Macht halten und so gab es wiederum demokratische Wahlen. Als erster Präsident dieser neuen Ära wurde Raúl Alfonsín gewählt. Mit Wiedereinzug der Volksherrschaft in Argentinien, der 1:1-Bindung des argentinischen Pesos an den $ und mit den neoliberalen Reformen während der Präsidentschaft von Carlos Menem begann die argentinischen Wirtschaft mit einem steilen Aufschwung, der sich auch durch verstärkte Bautätigkeit in der Gemeinde Buenos Aires manifestierte. Erstmal im Ortsteil Retiro wurden zahlreiche neue Hochhäuser gebaut.

Am 17. März 1992 zerstörte eine Autobombe die israelische Botschaft im Ortsteil Retiro und tötete 29 Leute und verletzte 242. Auf dieses Anschlag folgte am 18. Juli 1994 ein weiteres Anschlag auf eine jüdische Einrichtung mit 96 Toten. Dieses Anschlag auf die AMIA genannte Sozialkasse der argentinischen Juden wurde bis auf den heutigen Tag nicht aufgeklärt. Alle beide Attentate hinterließen Narben in der Ort und führte dazu, dass die jüdischen Einrichtungen wohl angrenzend den Regierungsgebäuden die am stärksten bewachten Gebäude der Gemarkung sind.

Argentinien-Krise und langsame wirtschaftliche Rekonvaleszenz (seit 1998)

Während der Wirtschaftskrise zwischen 1998 und 2003 war Buenos Aires das Zentrum teilweise gewalttätiger Demonstrationen, von denen die größte am 19. und 20. Dezember 2001 stattfand (das so genannte Cacerolazo) und zum Rücktritt des Staatspräsidenten Fernando de la Rúa führte. Außerdem sind seitdem 1999 die so genannten Piqueteros aktiv, die die wichtigsten Zufahrten der Gemarkung bis auf den heutigen Tag (Anfang 2005) in unregelmäßigen Abständen mit Straßensperren blockieren. Sie sind seit 2003 zu einem wichtigen Machtfaktor auch auf nationaler Ebene geworden.

Am 31. Dezember 2004 ereignete sich der noch schwerste Unglück in der Stadt: Bei einem Großbrand in der Disco República del Cromañón kamen über 190 Volk ums Leben. Als Folge dieses Unfalls wurde der damalige Bürgermeister der Stadt, Aníbal Ibarra, suspendiert und wegen schlechter Amtsführung angeklagt, da er für die Fehler der Brandschutzkontrollen verantwortlich gemacht wurde. Am 7. März 2006 beschloss das Gericht des argentinischen Repräsentantenhaus die Absetzung von Ibarra und die Übertragung des Bürgermeisteramtes auf seinen bisherigen Stellvertreter Jorge Telerman.

Einwohnerentwicklung

Bild:Obelisco Buenos Aires Argentina.jpg
Obelisk in Buenos Aires

1833 betrug die Bevölkerung der Gemarkung Buenos Aires knapp 60.000, 1869 waren es etwa 180.000 Menschen. 1890 war Buenos Aires die größte und wichtigste Gemeinde in Lateinamerika mit einer Bevölkerung von etwa 661.000 Einwohnern. Bedingt durch die starke Einwanderungswelle aus Europa zählt die Gemarkung 1914 schon etwa 1,6 Mio. Einwohner. 2001 beträgt die Einwohnerzahl der Autonomen Gemarkung Buenos Aires knapp 2,8 Mio. Einwohner.

Die Gemarkung und die sie umgebenden Vororte haben zusammen 11,5 Mio. Einwohner. Damit ist "Gran Buenos Aires" die größte Metropolregion in Argentinien und nach São Paulo die zweitgrößte in ganz Südamerika. Die Bevölkerung ist überwiegend spanischen und italienischen Ursprungs, angrenzend bestehen aber auch Nachkommen von Einwanderern aus vielen Ländern Europas und des vorderen Orients (Turcos - "Türken" genannt). Der Anteil der Nachkommen nicht-spanischer Subjekt ist in Buenos Aires wesentlich höher als im restlichen Argentinien.

Die Bevölkerung von Buenos Aires (Porteños resp. Porteñas genannt, sofern in Buenos Aires geboren) spricht dieser Tage fast ausschließlich Spanisch und die überwältigende Majorität der Bevölkerung ist römisch-katholisch. Deutsche Zuwanderer sprechen untereinander das so genannte Belgranodeutsch.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1943 handelt es sich meist um Schätzungen, von 1947 bis 2001 um Volkszählungsergebnisse und 2005 um eine Berechnung. Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf die eigentliche Gemarkung ohne den Vorortgürtel. Die Bevölkerungsdichte ist etwa drei bis vier Mal größer als in Berlin und wenn schon etwas höher als in den 23 Stadtbezirken Tokyos. Zu berücksichtigen ist dabei, dass eine Bevölkerungszunahme im nur 203 Quadratkilometer großen Stadtgebiet inzwischen fast undurchführbar ist. Die Bevölkerungsentwicklung vollzieht sich in diesen Tagen hauptsächlich in den Vororten, die in der Provinz Buenos Aires liegen.

Bevölkerungsentwicklung von Buenos Aires 1740 bis 2010
Jahr Einwohner
1744 11.000
1770 22.000
1800 40.000
1813 46.000
1825 55.000
1838 65.000
1857 99.000
1864 140.000
1869 180.329
1880 248.700
1884 295.000
1887 466.300
1895 661.205
1903 865.000
Jahr Einwohner
1906 1.057.000
1914 1.582.884
1923 1.780.000
1928 2.079.000
1931 2.195.000
1938 2.345.200
1943 2.595.900
1947 2.981.043
1960 2.966.634
1970 2.972.453
1980 2.922.829
1991 2.965.403
2001 2.768.772
2005 2.746.761
Bild:Population of Buenos Aires 1740-2010.png

Übergriffe bei Jesuiten - Auch in Hamburg Schüler missbraucht : Auch an einer Hamburger Jesuiten-Schule hat es offenbar Missbrauchsfälle gegeben. Nach den in Berlin bekannt gewordenen Fällen haben sich auch dort mehrere frühere Schüler gemeldet. ... Weiterlesen!

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Politik

Städtepartnerschaften

Buenos Aires unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften. In Fixieren das Jahr der Etablierung. (Diese Tabelle ist dummerweise nicht vollständig.)

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Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Bild:Buenos Aires-ColonTeatre-P3050009.jpg
Das Teatro Colón

Das bekannteste Theater der Gemarkung ist das Teatro Colón, eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt. Benachbart diesem Theater existiert aber in Buenos Aires eine große Theater- und Musical-Szene, alles in allem gibt es nach offiziellen Informationen 173 Theater in der Stadt. So hat man außer im Hochsommer zu jedweder Zeit die Auswahl zwischen etwa 100 verschiedenen großen und kleinen Theateraufführungen.

Tango

Buenos Aires ist aber auch Welthauptstadt des Tangos. Pro Jahr wird in Buenos Aires ein Tangofestival und die Tango-Weltmeisterschaft abgehalten. Die berühmtesten und bekanntesten Tango-Künstler der Gemarkung treten Ende Februar/Anfang März auf. Es finden über 70 Konzerte an verschiedensten Veranstaltungsorten (in den großen Theatern, wichtigsten Bars, aber auch Open-Air-Veranstaltungen) statt.

Museen

Bild:Malba2.jpg
Das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (MALBA)

Zu den zahlreichen Museen in Buenos Aires gehört das Museo de Arte Español Enrique Larreta. Es besitzt eine .

Das Museo de Arte Hispanoamericano Isaac Fernández Blanco zeigt Iberoamerikanische Kolonialkunst, unter unter anderem: Malerei der Schule von Cuzco, Silberarbeiten aus Peru und vom Río de la Plata, religiöse Bildwerke aus Quito, Möbel aus Brasilien, dekorative Künste der republikanischen Periode.

Jahr 2001 wurde das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (MALBA) für die Kollektion des argentinischen Geschäftsmannes Eduardo Costantini eröffnet. Gut 200 Arbeiten von etwa 80 Künstlern, unter Schlüsselwerke der Kunstgriff Lateinamerikas aus dem 20. Jahrhundert. Auch spezielle Ausstellungen und Programme.

In einem umgebauten Tabakspeicher im traditionellen Viertel San Telmo befindet sich das Museo de Arte Moderno. Es zeigt eine Kollektion Zeitgenössischer Kunstfertigkeit Argentiniens und Werke herausragender internationaler Künstler des 20. Jahrhunderts.

Interessant ist auch das Museo de Esculturas Luis Perlotti, das Museum im Haus des argentinischen Bildhauers Luis Perlotti. Es beherbergt eine Kollektion von fast 1.000 Werken, die der Gemeinde Buenos Aires im Jahre 1976 geschenkt wurden.

Bauwerke

Bild:Kirche im Viertel Recoleta von Buenos Aires Argentinien.jpg
Kirche im Centro Cultural des Stadtteils Recoleta

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist das Stadtbild stark verändert worden. Die Plaza de Mayo im östlichen Bereich von Buenos Aires war Ausgangspunkt der ursprünglichen Landnahme und stellte fit eines Halbkreises den städtischen Kern dar. Seit den 1950er Jahren sind außerhalb der Gemarkung Geschäftszentren und zusätzliche Einrichtungen angewachsen. Theater, Hotels, Restaurants sowie Finanz-, Geschäfts- und Regierungsbüros und einige luxuriöse Wohnkomplexe liegen intensiv nördlich und europäisch des Plaza-Gebiets.

Eine der Hauptachsen verläuft von der Casa Rosada (Sitz des Staatspräsidenten), an der Plaza de Mayo zum Nationalkongress, weiter vorwärts der Avenida de Mayo (1,6 Kilometer Länge) und setzt sich dann als Avenida Rivadavia in westliche Entwicklung über andere 40 Kilometer fort. Nach Süden befindet sich an der Hauptachse das farbenfrohe Viertel von La Boca, in dem verschiedene Typ aus Genua in Italien abstammen und das auch von italienischen Einwanderern gegründet wurde. Aber auch Arbeiterviertel und Industriebezirke sind hier zu finden.

Im Norden von Buenos Aires finden sich Großteile der städtischen Parks, die beiden Rennstrecken der Gemarkung sowie Wohnbezirke der Mittel- und Oberschicht. Die nördliche Ausweitung der wohlhabenderen Viertel hat die Grenze des Hauptstadtbezirks überschritten und dehnt sich nach Martínez, Olivos, San Isidro und Vicente López aus.

Sonstige bedeutende Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires sind der Gottesacker von Recoleta, wo u. a. Evita Perón beerdigen liegt, der Obelisk auf der Avenida 9 de Julio, eine der breitesten Straßen der Welt, das alte Hafengebiet Puerto Madero mit den restaurierten Lagerhallen, der alte Ortsteil San Telmo mit seinen malerischen Straßen und dem Antiquitätenmarkt, der ehemalige Zentralmarkt Abasto, wo dieser Tage ein Einkaufszentrum untergebracht ist und das Künstlerviertel La Boca, das bekannt für seine farbenprächtigen Hausfassaden ist und als einer der Geburtsorte des Tangos gilt.

Sport

Bild:Bombonera.jpg
Das Arena der Boca Juniors

Besonders im Fußball und in den Pferdesportarten dominiert die Ort den Sportbetrieb des Landes weitgehend.

Im Fußball residieren in der Ort die zwei erfolgreichsten Erstliga-Vereine Argentiniens: Rekordmeister River Plate Buenos Aires und Boca Juniors, der Erzrivale von River. Derbys zwischen beiden Vereinen enden oft mit Ausschreitungen. Übrige wichtige Vereine sind Racing Club Avellaneda und Independiente im Vorstadt Avellaneda sowie San Lorenzo de Almagro aus dem Stadtviertel Almagro. Siehe dazu auch: Fußball in Argentinien.

Pferderennen sind in der Ort wahrscheinlich die zweitbeliebteste Sportart. Die beiden bekanntesten Rennbahnen (Hipódromos) befinden sich im Stadtviertel Palermo sowie im Vorstadt San Isidro.

Alternative beliebte Sportarten in der Ort sind Rugby und Hockey. Im auch beliebten Basketball kommen die dominierenden Mannschaften dagegen aus dem Landesinneren. Ident gilt für die aktuellen Tennisprofis.

Gastronomie und kulinarische Spezialitäten

In Buenos Aires befinden sich über 3.500 Restaurants die einheimische wie internationale Küche anbieten. Dem Gast werden im Lokal so unterschiedliche Gerichte wie die antarktische Königskrabbe (Centolla) und die würzigen Teigtaschen (Empanadas) serviert. Klassiker sind jedoch die schmackhaften Pasta der italo-argentinischen Küche und das kreolische am offenen Holzfeuer gebratene Esswaren (Asado).

Auf den Weinkarten der Restaurants stellen verschiedene große Kellereien eine wechselnde Auswahl ihrer Gewächse vor. Die sehr verschiedenartigen Cuvées, Provenienzen, Rebsorten und Jahrgänge decken eine breite Geschmacksskala ab.

Nvidias GTX 480 soll kurz vor der Auslieferung stehen: Keine Woche ohne eine gezielte Indiskretion zu Nvidias kommendem Grafikflaggschiff Geforce GTX 480: Diesmal gibt es Fotos. Aber nicht von der Karte selbst, die Nvidia mehrfach zeigte, sondern von ihrer Verpackung. Der Nvidia-Partner Inno3D hat sie kommentarlos in sein Facebook-Album gestellt. (Grafik-Hardware, Twitter)... Weiterlesen!

Neue Akkutechnik aus Italien: Wissenschaftler in aller Welt arbeiten derzeit an Techniken für leistungsfähige, leichte und langlebige Akkus. Zwei Forscher aus Rom haben zwei Akkutechnologien zu einem Zinn-Schwefel-Lithium-Ionen-Akku gekreuzt. Durch hohe Energiedichte soll er sich auch für Elektroautos eignen. (Elektroauto, Technologie)... Weiterlesen!

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Bild:Monumento SanMartin BA.jpg
Monumento San Martin
Bild:Buenos Aires-Retiro(CatalinasNorte)-P3090004.JPG
Hochhäuser im Ortsteil Retiro

Die Ort ist als wichtigster Seehafen Argentiniens das Handelsplatz des Landes. Die Hafenanlagen und Schiffsbecken erstrecken sich über rund acht Kilometer vorwärts des Río de la Plata und einquartieren um Puerto Nuevo herum die wichtigsten Hafeneinrichtungen.

Parallel zur modernen Verkehrsentwicklung (zum Beispiel 14-spurige Autobahnen) lief der Aufschwung der Gemarkung zum wichtigsten Industriezentrum des Landes. Der überwiegende Teil der Industrieanlagen des Landes wurde in Buenos Aires gebaut, seitdem 1930 kumulativ auch in den Vororten des großräumigen Einzugsgebiets. In der Metropolregion befinden sich knapp die Hälfte aller argentinischen Industriebetriebe, über 26.000 allein im Bundesdistrikt und mindestens die doppelte Zahl in den Vorstädten.

Hauptstandorte der Industriezweig sind die Stadtbezirke im Südosten, besonders Avellaneda und Lanus. Dort enden auch die großen Erdgasleitungen aus Patagonien. Auf den Finanzbezirk um die Kreuzung der Alleen Bartolomé Mitre und San Martín konzentrieren sich die Hauptniederlassungen internationaler und nationaler Banken sowie die Effekten- und Pflanzenteilbörse. Weiter der Florida- und Santa-Fe-Alleen sind die größten Einzelhandelsgeschäfte und Boutiquen zu finden.

Im südlichen Teil der Gemeinde liegen Fleischverpackung und zusätzliche nahrungsmittelverarbeitende Industrien, Erdölraffinerien und chemische Industrien. Fahrzeugbauindustrie und verschiedene Leichtindustrien, wie Druckunternehmen und Textilfabriken, sind im Abendland und Norden der Stadt angesiedelt. Zwecks der Umweltverschmutzung ist die Stadtverwaltung bemüht, Fabriken aus der Zentrum an die Peripherie zu verlegen, wo einige Industrie- und Gewerbeparks entstanden sind. Die Angestellten und Arbeiter der ausgesiedelten Gewerbe zogen angesichts der jetzt langen Arbeitswege ihren Arbeitgebern nach.

In der Innenstadt von Buenos Aires gab es 1927 erst fünf Hochhäuser, in diesen Tagen jedoch werden die Straßenzüge mittig von Hochhäusern gezeichnet. Der etwa drei Quadratkilometer umfassende Stadtkern liegt etwas nördlich der Plaza de Mayo, des alten Mittelpunkts von Buenos Aires. Hier hat sich ein Zentraler Geschäftsbezirk mit allen Kennzeichen des Zentrums einer Weltstadt herausgebildet: Büro- und Bankhochhäuser, Versicherungen, Verlagswesen, gehobener Dienstleistungsbereich, moderne Ladenpassagen, Vergnügungsviertel, Verkehrschaos, manche Grünflächen und Exodus der Wohnbevölkerung.

Verkehr

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Eingang zur Lokomotive (Subte) im Verkehrsstation Retiro

Fernverkehr

Buenos Aires verfügt über zwei Passagier-Flughäfen. Der internationale Luftverkehrszentrum mit dem Namen Aeropuerto Internacional Ministro Pistarini de Ezeiza liegt am Rande der Vorort Ezeiza (etwa 30 bis 40 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums) und wird oft nur "Ezeiza" genannt. Der zweite Luftverkehrszentrum mit dem Namen Aeroparque Jorge Newbery liegt direkt am Ufer des Río de la Plata etwa fünf Kilometer vom Finanzbezirk zentral der Gemarkung entfernt. Dieser Flugplatz wird kurz Aeroparque genannt und bedient nur nationale und Flüge nach Montevideo in Uruguay.

Buenos Aires verfügt über einen großen Hafen, der auch für große Container- und Tankschiffe geeignet ist. Um diesen den Zugang zu ermöglichen wird regelmäßig eine Fahrrinne im Río de la Plata ausgebaggert. Weiterhin gibt es in unmittelbarer Nähe des Wirtschafts- und Finanzzentrums einen Fährhafen mit ein paarmal täglichen Verbindungen nach Colonia und Montevideo in Uruguay.

Bild:Argentine train - Ferrocentral - Buenos Aires - Tucuman.jpg
Zug Buenos Aires - Tucumán im Verkehrsstation von S. M. de Tucumán

Jahr 1857 bekam Buenos Aires Anschluss an die Eisenbahn. Die Fernverbindungen der Verkehrsmittel kamen in den 1990er Jahren wegen maroder Strecken und fehlender Investoren fast zum Erliegen. Dieser Tage werden wiederholt einige Städte der Provinz Buenos Aires (unter anderem die Badeorte Mar del Plata und Villa Gesell sowie die Hafenstadt Bahía Blanca), aber auch weiter entferntere Städte wie Posadas, Santa Rosa de Toay, Córdoba, Rosario und San Miguel de Tucumán angefahren.

Da der Personenverkehr mit der Triebfahrzeug in Argentinien hinsichtlich der im Vergleich zu den Überlandbussen geringen Tempo und des mangelnden Komforts mittlerweile eine untergeordnete Rolle spielt, verfügt Buenos Aires über einen sehr großen Busbahnhof, der im Kiez Retiro angesiedelt ist. Um die hohen christlichen Feiertage, wie Ostern oder aberWeihnachten verlassen hunderttausende die Stadt, die meisten mit dem Reisebus.

Nahverkehr

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U-Bahn-Station Malabia
Bild:Buenos Aires Subte Linia A - interior of a Subte train.jpg
Inneres eines U-Bahnwaggons der Linie Subte A

Die Straßen in der Ort sind weitestgehend nach dem Schachbrettmuster angelegt. Für die die Jahrhundertfeier der Unabhängigkeit 1916 war es ursprünglich geplant, dieses Straßensystem durch ein System von Diagonalen, wie in La Plata zu ergänzen. Die einzigen realisierten Arbeiten sind die Avenida 9 de Julio - keine Diagonale aber die breiteste Straße der Welt -, sowie die Diagonal Norte und Diagonal Sur die alle beide an der Plaza de Mayo beginnen.

Buenos Aires verfügt über ein strahlenförmig von der Ort wegführendes Autobahnsystem. Die Autobahnen einsetzen an der Ringautobahn General Paz. Es gibt eine Autobahn, die bis in das Zentrum der Gemarkung hineinführt. Diese durchschneidet - auf Betonstelzen gebaut - die komplette Gemeinde von West nach Ost und bindet u. a. den internationalen Sonderlandeplatz Ezeiza an das Zentrum an.

Buenos Aires besitzt jede Menge Bahnhöfe. Die drei bedeutendsten befinden sich im Viertel Retiro. Neben gibt es aber noch wichtige Bahnhöfe in den Stadtteilen Constitución und Balvanera. Bei all diesen Bahnhöfen handelt es sich vorrangig um Nahverkehrsbahnhöfe.

Am 1. Dezember 1913 wurde der erste Streckenabschnitt der U-Bahn in Buenos Aires eröffnet. Sie ist damit die älteste U-Bahn Lateinamerikas und die dreizehnte Eisenbahn der Welt. Sie verkehrt dieser Tage auf einem Netz von fünf Linien mit einer Länge von 42,7 Kilometern.

Nachdem die elektrische Straßenbahn schon einmal zwischen dem 22. April 1897 und dem 31. Dezember 1964 in der Ort im Betrieb war, wurde sie am 27. August 1987 als Premetro nochmals eingeführt. Gegenwärtig wird ein Netz von 22,4 Kilometern befahren. Trolleybusse verkehrten zwischen dem 4. Juni 1948 und dem 30. April 1966 in Buenos Aires.

Der öffentliche Personennahverkehr wird hauptsächlich mit dieselbetriebenen Bussen bewältigt, was nahe erheblicher Schadstoff- und Lärmemission zu regelmäßigen Staus führt. Deshalb hat die Gemeinde beschlossen, die Eisenbahn stark auszubauen.

Für den individuellen, öffentlichen Öffentliche Verkehrsmittel stillstehen etwa 38.600 Taxis zur Verfügung. Dies entspricht einem Verhältnis von einem Taxi je 71 Einwohnern der Hauptstadt. (Zum Vergleich: New York City hat mit 8.168.388 Einwohnern nur etwa 12.000 Taxis. Dies entspricht einem Verhältnis von einem Taxi je 681 Einwohnern.)

Bildung

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Die juristische Fakultät der UBA

An der Plaza de Mayo im Stadtmitte konzentrierten sich damals die Bildungseinrichtungen. Inzwischen sind sie auch im Norden der Ort zu finden. Die im Jahre 1821 eröffnete staatliche Universität von Buenos Aires wurde z. T. nahe des Flussufers auf einem neuen Unigelände untergebracht. Einige Fakultäten sind allerdings im Stadtzentrum, so die juristische, die medizinische, die Ingenieurs- und die Wirtschafts-Fakultät. Die Universität besitzt aber inzwischen auch zusätzliche Filialen in den Vororten der Stadt, beispielsweise in Martínez (Departamento San Isidro).

Die Nationalbibliothek ist in den neuen Stadtvierteln im nördlichen Bereich der Ort zu finden, wo auch die 1964 gegründete private Universität von Belgrano ihren Sitz hat.

Nach dem Sturz Juan Domingo Peróns im Anno 1955 wurde Jorge Luis Borges Person der Nationalbibliothek; Borges Verblendung war um diese Zeit soweit fortgeschritten, dass die Ärzte ihm Lesen und Scheiben verboten. In einem Werk sprach er von "Gottes glänzender Ironie", ihm gleichzeitig achthunderttausend Bücher und die Finsternis zu schenken. Als Perón 1973 nochmal an die Macht kam, legte Borges sein Direktorat nieder.

Alternative Bildungseinrichtungen in Buenos Aires umschließen die Nationale Uni der Schönen Künste (eröffnet 1904), das Nationale Musikkonservatorium (eröffnet 1924), die Katholische Universität von Argentinien (eröffnet 1958) und die Nationale Technologische Universität (eröffnet 1959).

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Söhne und Töchter der Stadt

Hauptartikel: Liste bekannter Bonarenser

In Buenos Aires wurden eine Unzahl bekannter Persönlichkeiten geboren, so u. a. Jorge Luis Borges (Schriftsteller), Benito Quinquela Martín (Maler), Bernardino Rivadavia (erster argentinischer Präsident) und Gabriela Sabatini (Tennisspielerin).

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Weblinks

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